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11.08.2013

23:06 Uhr

Mord an US-Drogenfahnder

USA fordert Haft für freigelassenen mexikanischen Drogenboss

Der Mexikaner Rafael Caro Quintero soll einen US-Drogenfahnder ermordet haben. Ein mexikanisches Gericht sprach den Drogenboss frei. Nun will die Regierung in Washington den Fall vor einem US-Gericht verhandeln.

Der Mexikaner Rafael Caro Quinter soll einen US-Drogenfahnder umgebracht haben. Die USA wollen ihm nun auf amerikanischem Boden den Prozess machen. ap

Der Mexikaner Rafael Caro Quinter soll einen US-Drogenfahnder umgebracht haben. Die USA wollen ihm nun auf amerikanischem Boden den Prozess machen.

Die US-Regierung will den mexikanischen Drogenboss Rafael Caro Quintero wieder hinter Gitter bringen, nachdem ein mexikanisches Gericht dessen 40-jährige Haftstrafe wegen der Ermordung eines US-Drogenfahnders aufgrund eines Verfahrensfehlers gekippt hatte.

Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, erklärte am Sonntag, die USA arbeiteten mit den mexikanischen Behörden zusammen um die Verantwortlichen am Mord des US-Beamten Enrique „Kiki“ Camarena im Jahr 1985 vor ein US-Gericht zu bringen. Bereits zuvor hatte sie mitgeteilt, die USA seien „sehr besorgt“ über die Freilassung Caro Quinteros nach 28 Jahren Haft am Freitag.

Rafael Caro Quintero: Mexikanischer Drogenboss kommt frei

Rafael Caro Quintero

Mexikanischer Drogenboss kommt frei

Er war der „Narco der Narcos“: Rafael Caro Quintero galt in den 80er Jahren als einer der mächtigsten Drogenbosse Mexikos. Nach fast 30 Jahren in Haft hat ein Gericht nun seine Freilassung angeordnet.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Heimatschutz im US-Repräsentantenhaus, Michael McCaul, erklärte, die Freilassung des Drogenbosses sei „kein gutes Zeichen für die neue Regierung“ Mexikos. Dies könne „negative Auswirkungen“ auf die Beziehungen zwischen den USA und seinem südlichen Nachbarn haben, sagte der Republikaner aus Texas der Nachrichtenagentur AP am Sonntag. Caro Quintero sei ein „kaltblütiger Killer und hat 28 Jahre abgesessen“. Die Entscheidung des mexikanischen Berufungsgerichts, das Urteil wegen des Mordes an dem Drogenfahnder zu kippen, bezeichnete McCaul als „beleidigend“.

Das Gericht hatte argumentiert, Caro Quintero hätte wegen des Mordes an dem Drogenfahnder Camarena nicht vor einem Bundesgericht, sondern von einem regionalen Gericht der Prozess gemacht werden müssen. Daraufhin war er am Freitag freigelassen worden, weil er seine Strafe wegen anderer Vorwürfe bereits abgesessen hatte. Seitdem ist Caro Quintero untergetaucht.

Anschließend teilte auch der Anwalt des Kartellbosses Enrique Fonseca Carrillo mit, dass er zuversichtlich sei, dass auch sein Mandant, der ebenfalls wegen des Mordes an Camarena verurteilt worden war, wieder freikommen werde.

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