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06.11.2015

07:23 Uhr

Morning Briefing

Durchbruch im Asylstreit und an der Wall Street

VonSven Afhüppe

In die deutsche Flüchtlingspolitik kehrt langsam Vernunft ein, Berlin fordert Steuernachzahlungen von VW, und die Wall Street erlebt einen neuen Rausch. Was heute sonst noch wichtig wird.

Liebe Leserinnen und Leser,
die wichtigsten Neuigkeiten am frühen Morgen mit Ausblick auf den Tag – börsentäglich zusammengefasst im aktuellen Morning Briefing.

Es herrscht Kompromissbereitschaft. Reuters

Koalitionsspitze Gabriel, Seehofer und Merkel

Es herrscht Kompromissbereitschaft.

Durchbruch im Asylstreit: Die Große Koalition will spezielle Aufnahmezentren für Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern einrichten. Menschen ohne Bleibeperspektive sollen so möglichst schnell wieder in die Heimat zurückgeschickt werden. Ganz nach dem Motto: Jeder kann nach Deutschland kommen, aber nicht jeder kann bleiben. So langsam kehrt Vernunft in die Flüchtlingspolitik ein.

Jürgen Hambrecht, der langjährige Vorstandschef des Chemiekonzerns BASF, wirft der Politik Zweckoptimismus in der Flüchtlingskrise vor. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt fordert der angesehene Manager die Regierung auf, eine substanzielle Krise des Gemeinwesens abzuwenden. „Der Respekt vor Menschen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen, verbietet politische Ränkespiele.“ Hambrechts Sechs-Punkte-Plan ist Pflichtlektüre für die Große Koalition.
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Trotz der Flüchtlingskrise will die Bundesregierung im nächsten Jahr weiter ohne neue Schulden auskommen. Andere Länder der Euro-Zone können die Ausgaben für Flüchtlinge nur mit zusätzlichen Krediten stemmen. EU-Kommissionspräsident Juncker will diese Länder aber nicht bestrafen, der Europäische Stabilitätspakt soll einfach flexibler angewendet werden. Den Flüchtlingen mag das helfen, der Stabilität der Währungsunion erweist Juncker einen Bärendienst.
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Berlin greift in die VW-Affäre ein: Weil der Autokonzern bei 800.000 Fahrzeugen Verbrauch und CO2-Emissionen manipuliert hat, will die Bundesregierung den Konzern per Gesetz zu fälligen Kfz-Steuer-Nachzahlungen zwingen. Initiator ist Finanzminister Wolfgang Schäuble. VW-Chef Matthias Müller ist gut beraten, einige Milliarden Euro vorsorglich zur Seite zu legen. Das Spiel gegen Schäuble kann er nicht gewinnen.

Der Chef von JP Morgan zeigt sich selbstsicher. Reuters

Jamie Dimon

Der Chef von JP Morgan zeigt sich selbstsicher.

Superprofite, Intransparenz, Gier – unser Wochenendtitel beschreibt die Auferstehung der Wall Street. Trotz schärferer Regeln ist der Rausch in vielen amerikanischen Banken zurückgekehrt. Mit Jamie Dimon, dem wahrscheinlich mächtigsten New Yorker Banker, haben wir über die Grenzen der Regulierung, den Drang nach Größe und die neuen Risiken für die globale Finanzwelt gesprochen. Der Milliardär hält die Sorgen für übertrieben: „Unsere Bank ist stark wie der Felsen von Gibraltar.“ Und wenn nicht?
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Von der Queen geadelt, von der globalen Fashionindustrie vergöttert - die 74-jährige Vivienne Westwood ist immer eine Rebellin geblieben. Ganz egal, ob sie einst den Punk mit erfand oder heute das Londoner Multimillionen-Unternehmen führt, das ihren Namen trägt. Im heute erscheinenden Handelsblatt Magazin redet sie mit meinen Kollegen Thomas Tuma und Katrin Terpitz über Liebe, Kapitalismus, Tod und Politik. Den Konsumrausch verteufelt die Modemacherin: „Wir haben unsere Seele verkauft.“

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Herzlichst Ihr

Sven Afhüppe
Chefredakteur


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