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04.11.2015

10:22 Uhr

Morning Briefing

VW am Abgrund

VonSven Afhüppe

Die Uneinigkeit zwischen Union und SPD in der Flüchtlingskrise wird bedrohlich. VW blickt in den Abgrund, der Chef-Aufklärer wackelt. Russland schwenkt ein – zumindest ein wenig. Was heute sonst noch wichtig wird.

DüsseldorfLiebe Leserinnen und Leser,
die wichtigsten Neuigkeiten am frühen Morgen mit Ausblick auf den Tag – börsentäglich zusammengefasst im aktuellen Morning Briefing.

Die Affäre von Volkswagen bekommt eine neue Dimension. dpa

VW unter Beschuss

Die Affäre von Volkswagen bekommt eine neue Dimension.

Jeden Tag kommt ein wenig mehr Licht in die Abgasaffäre von Volkswagen. Jetzt musste der Autokonzern einräumen, dass bei rund 800.000 Autos die CO2-Werte und damit auch die Verbrauchsangaben zu niedrig waren. Die VW-Affäre bekommt damit eine neue Dimension. Und wahrscheinlich weiß nicht einmal VW-Chef Matthias Müller, welchen Missbrauch die internen Untersuchungen noch aufdecken werden. Der Blick in den Abgrund kann auch für den Aufklärer Müller gefährlich werden.
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Der Riss in der Großen Koalition ist tief: Beim „Tag der Deutschen Industrie“ vermieden es Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel sich zu begegnen. Das muss nicht der Anfang vom Ende der schwarz-roten Regierung sein, aber Ausdruck eines gestörten Verhältnisses. Die mangelnde Kompromissbereitschaft bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ist bedrohlich – es ist nicht die Zeit für polit-taktische Spielereien.

Chinas Präsident und Parteichef beschließt notwendige Reformen. ap

Xi Jinping

Chinas Präsident und Parteichef beschließt notwendige Reformen.

Stress in der Regierung ist im Ein-Parteien-Staat China dagegen undenkbar. Staats- und Parteichef Xi Jinping beschließt, was notwendig ist: die Liberalisierung des Energie- und Telekommunikationssektors, Reformen im Gesundheits- und Rentensystem und ein Wirtschaftswachstum von mindestens 6,5 Prozent in den kommenden fünf Jahren. Von einer Marktwirtschaft ist China noch weit entfernt, doch die intellektuellen Ansätze von Ludwig Erhard sind nicht zu übersehen.
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Gute Nachrichten aus Russland: Die Regierung in Moskau hält nicht länger am syrischen Machthaber Assad fest. „Wir sagen nicht, dass Assad bleiben oder gehen soll“, teilte das russische Außenministerium mit. Es ist ein kleiner Schwenk in der Außenpolitik Russlands, doch er könnte Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama näher zusammenbringen. Jetzt müssen den Worten nur noch Taten folgen.

Ich wünsche Ihnen einen entscheidungsfreudigen Tag.

Herzlichst Ihr

Sven Afhüppe
Chefredakteur


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