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01.01.2015

20:26 Uhr

Moskauer Treffen

Russland lädt syrische Oppositionelle ein

In Syrien tobt ein blutiger Bürgerkrieg. Schätzungen zufolge wurden bislang 200.000 Menschen getötet. Nun hat Russland, der Hauptverbündete der Regierung, 28 Vertreter der syrischen Opposition zu Gesprächen eingeladen.

Auch der Chef der vom Westen unterstützten Koalition im Exil, Hadi al-Bahra, wurde zu dem Moskauer Treffen eingeladen. Reuters

Auch der Chef der vom Westen unterstützten Koalition im Exil, Hadi al-Bahra, wurde zu dem Moskauer Treffen eingeladen.

BeirutDie russische Regierung hat 28 Vertreter der syrischen Opposition zu Gesprächen über eine Beilegung des Konflikts nach Moskau eingeladen. Wie ein Oppositionsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag sagte, sind darunter der Chef der vom Westen unterstützten Koalition im Exil, Hadi al-Bahra, und zwei ehemalige Chefs der Koalition, Moas al-Chatib und Abdel Basset Sida.

Ebenfalls auf der Liste stehen demnach Vertreter der von der syrischen Regierung „tolerierten“ inneren Opposition wie Hassan Abdel Aasim, Aref Dalila und Fateh Dschamus. Auch der 2013 seines Amtes als Vizeregierungschef enthobene Kadri Dschamil, der gute Beziehungen zu Russland unterhält, ist eingeladen.

Zunächst war nicht klar, ob die Einladungen angenommen wurden. Die Generalversammlung der Oppositionsversammlung tagt ab Freitag für drei Tage in der Türkei und dürfte dabei eine Entscheidung treffen.

Das russische Außenministerium hatte angekündigt, voraussichtlich am 20. Januar werde es eine Delegation der syrischen Opposition in Moskau empfangen. Sollten die Gespräche erfolgreich verlaufen, würden auch Vertreter der Regierung in Damaskus dazu eingeladen.

Seltener Besuch: Assad an der Front

Seltener Besuch

Assad an der Front

Seit dem Frühjahr 2011 tobt in Syrien ein blutiger Bürgerkrieg. Staatschef Baschar al-Assad zeigte sich in dieser Zeit nur selten öffentlich. Nun stattete er seinen Truppen an der Front einen Besuch ab.

Der syrische Bürgerkrieg hatte im Frühjahr 2011 mit Protesten gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad begonnen und sich rasch zu einem bewaffneten Konflikt ausgeweitet. Schätzungen zufolge wurden in dem Konflikt bislang mehr als 200.000 Menschen getötet. 2014 war nach Angaben von Aktivisten mit mehr als 76.00 Toten das bislang blutigste Jahr im syrischen Bürgerkrieg. Russland ist der Hauptverbündete der Assad-Regierung.

Von

afp

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