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23.02.2015

14:32 Uhr

Moskaus Militärexporte

Russland bietet Iran Flugabwehrraketen

Raketen für Teheran? Russland hat dem Iran den Kauf von Boden-Luft-Raketen des staatlichen Konzerns Rostec angeboten. Das Angebot ist die Wiederaufnahme eines umstrittenen Vertrags, der vor fünf Jahren annulliert wurde.

Umstrittenes Angebot: Russland bietet dem Iran den Kauf von Luftabwehrraketen an. dpa

Iranische Rakete

Umstrittenes Angebot: Russland bietet dem Iran den Kauf von Luftabwehrraketen an.

MoskauRussland hat dem Iran Boden-Luft-Raketen vom Typ Antey-2500 angeboten. Die Nachrichtenagentur Tass zitierte am Montag den Chef des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec, Sergej Tschemessow, die Islamische Republik prüfe das Angebot, das als Ersatz für ein gescheitertes Geschäft über S-300-Raketen gedacht sei. Eine Entscheidung gebe es noch nicht.

Unter westlichen Druck hatte Russland 2010 einen Vertrag mit dem Iran zur Lieferung von Flugabwehrraketen des Typs S-300 annulliert. Der Iran hat Russland deswegen vor einem internationalen Schiedsgericht in Genf auf Schadenersatz von vier Milliarden Dollar verklagt.

Die USA und Israel hatten bei Russland interveniert und argumentiert, die Raketen könnten zum Schutz der iranischen Atomanlagen eingesetzt werden. Der Westen wirft der Regierung in Teheran vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Kernenergie nach Atomwaffen zu streben. Israel, das sich vom Iran bedroht sieht, hält sich deswegen Luftangriffe auf iranische Atomanlagen als Option offen.

Antey-2500 ist ein mobiles Flugabwehrsystem und eine Weiterentwicklung der S-300. Die Raketen können nach Angaben des Herstellers auch Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern abfangen. Russland hat S-300-Raketensysteme unter anderem Syrien und anderen Nahost-Staaten angeboten, was die Spannungen mit dem Westen erhöht hat.

Tschemessow sagte, die Konflikte im Nahen Osten trügen zum Boom der russischen Rüstungsexporte bei. „Ich verschweige es nicht, und jeder versteht das: Je mehr Konflikte es gibt, desto mehr Waffen kaufen sie bei uns.“ Trotz der Sanktionen legten die Waffenexporte zu, vor allem nach Lateinamerika und in den Nahen Osten. Im vergangenen Jahr habe Russland Rüstungsgüter für 13 Milliarden Dollar exportiert, sagte Tschemessow weiter. Er steht im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt auf einer US-Sanktionsliste.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Ciller Gurcae

23.02.2015, 17:12 Uhr

Naja. Hofffentlich taugen die was. Kann mich nicht erinnern, daß seit 1967 überhaupt mal ein israelisches Millitärflugzeug mittels sowjetischwer, oder von mir aus russischer, Technik abgeschossen werden konnte.

Herr Peter Meier

24.02.2015, 09:39 Uhr

N aoffensichtlich sind Sie nicht vom Fach.

Herr Peter Meier

24.02.2015, 09:40 Uhr

Bleibt die Frage, warum Israel und die USA offensichtlich Angst vor diesen Raketen haben.

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