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11.02.2017

10:38 Uhr

Mossack Fonseca

Ermittler durchsuchen Wohnungen

Zu den Panama-Papers laufen neue Ermittlungen: Beamte haben nun die Privatwohnungen der Inhaber der „Mossack Fonseca“- Kanzlei durchsucht. Ihr wird vorgeworfen, Bestechungsgelder in viele Länder weitergeleitet zu haben.

In den Privaträumen wurde nach internen Dokumenten der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gesucht. AFP; Files; Francois Guillot

Panama Papers

In den Privaträumen wurde nach internen Dokumenten der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca gesucht.

Panama-StadtPanamaische Ermittler haben die Wohnungen der durch die sogenannten Panama Papers bekannt gewordenen Kanzlei Mossack Fonseca durchsucht. Beamte trafen am Freitag (Ortszeit) in den Privaträumen von Jürgen Mossack und Ramón Fonseca Mora ein. Diesen wird vorgeworfen, mit ihrer Kanzlei dem brasilianischen Baukonzern Odebercht die Weiterleitung von Bestechungsgeldern in mehrere Länder ermöglicht zu haben. Bereits am Donnerstag waren Mossack und Fonseca festgenommen und ihre Büros durchsucht worden.

Odebrecht hat eingeräumt, umgerechnet rund 750 Millionen Euro Bestechungsgelder in ganz Lateinamerika gezahlt zu haben. Fonseca hat kritisiert, die Ermittler hätten ihn in dem Fall zum Sündenbock gemacht, anstatt danach zu forschen, wer die Bestechungssummen angenommen hat.

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Die Panama Papers haben die Offshore-Kanzlei Mossack Fonseca weltberühmt gemacht. Ein gutes Jahr nach Bekanntwerden der Affäre werden die beiden Anwälte verhaftet – sie sollen Teil eines Korruptionsnetzwerks sein.

Mossack Fonseca hat sich auf Verwaltung sogenannter Briefkastenfirmen in Ländern mit niedrigen Steuersätzen spezialisiert, mit deren Hilfe wohlhabende Klienten oder Firmen Steuerzahlungen minimieren können. Diese Methode kann aber auch illegalen Zwecke eingesetzt werden, wie Geldwäsche, Bestechung oder die Umgehung von Sanktionen. Die Daten zahlreicher Kunden gelangten durch ein Datenleck an die Presse und wurden als „Panama Papers“ im vergangene Jahr veröffentlicht. Das brachte eine Reihe prominenter Politiker in Bedrängnis, unter ihnen Argentiniens Präsident Mauricio Macri und den damaligen britischen Premierminister David Cameron.

Von

ap

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