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29.04.2015

11:41 Uhr

Motorrad-Club „Nachtwölfe“

Polen rechtfertigt Einreiseverweigerung

Von Moskau bis nach Berlin wollten sie touren. Doch an der polnischen Grenze war Schluss für die Rocker des kremlnahen Motorradclus „Nachtwölfe“. Der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna sieht sich im Recht.

Mit ihrer Motorradtour von Moskau bis nach Berlin wollten die Nachtwölfe den sowjetischen Opfern während des Zweiten Weltkriegs gedenken. Doch Polen verweigerte den Rockern die Einreise. Enden sollte die Tour am 9. Mai – an diesem Tag wird in Russland das Ende des Kriegs gefeiert. AFP

„Nachtwölfe“ auf Gedenktour

Mit ihrer Motorradtour von Moskau bis nach Berlin wollten die Nachtwölfe den sowjetischen Opfern während des Zweiten Weltkriegs gedenken. Doch Polen verweigerte den Rockern die Einreise. Enden sollte die Tour am 9. Mai – an diesem Tag wird in Russland das Ende des Kriegs gefeiert.

Warschau/VilniusDer polnische Außenminister Grzegorz Schetyna hat die Einreiseverweigerung für Mitglieder des kremltreuen russischen Motorradclubs „Nachtwölfe“ verteidigt. „Wir haben in zahlreichen Noten an die russische Botschaft auf fehlende Einzelheiten zur Trasse und den Übernachtungsorten hingewiesen. Es gab eine sehr aktive Korrespondenz, und die russische Seite weiß das“, sagte Schetyna am Mittwoch im polnischen Rundfunk.

Polen habe zahlreichen Russen, darunter auch Motorradfahrern, die Einreise gewährt, die nach Berlin fahren wollten, um die russischen Opfer des Zweiten Weltkriegs zu ehren. Die „Siegesfahrt“ der „Nachtwölfe“ von Moskau nach Berlin sei aber eine „Demonstration und politische Provokation“, sagte er. „Das dient nicht den polnisch-russischen Beziehungen.“

Angesichts der russischen Proteste gegen die polnische Entscheidung und Äußerungen des russischen Botschafters in Warschau, dies könne nicht ohne Folgen für die bilateralen Beziehungen bleiben, sprach sich Schetyna dafür aus, „die Sache als abgeschlossen anzusehen.“

Der litauische Grenzschutz wies unterdessen am Mittwoch vier russische und weißrussische Motorradfahrer an der Grenze ab, berichtete die Nachrichtenagentur BNS. Es gab keine Angaben, ob es sich um Mitglieder der „Nachtwölfe“ handelte. Seit Montag hatte Litauen acht weiteren Bikern die Einreise verweigert, einer von ihnen gehörte nach eigenen Angaben den „Nachtwölfen“ an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr mathias müller

29.04.2015, 12:37 Uhr

"Fehlende Aussagen zur Trasse, und Übernachtungsmöglichkeiten"
Deutschland hat auch bereits erteile Visa für ungültig erklärt.

Haben die Polen/Deutschen Angst, das diese Putintreuen hierzulande Asyl/H4 beantragen??

Ich glaube kaum, dass diese Gruppe finanzielle Probleme haben.
Wenn man aber dagegenhält, wer einreisen darf, kommt man auf ganz andere Ideen.

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