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08.02.2017

17:30 Uhr

Müller trifft Putin

VW-Chef bekräftigt Engagement in Russland

Kremlchef Putin hat VW-Chef Matthias Müller getroffen. Bei den Gesprächen ging es um gegenseitige Unterstützung. Der russische Automarkt steckt seit vier Jahren in einer tiefen Krise.

Matthias Müller ist zu Gast in Moskau und trifft Russlands Präsidenten. dpa

Volkswagen-Chef trifft Wladimir Putin

Matthias Müller ist zu Gast in Moskau und trifft Russlands Präsidenten.

MoskauVolkswagen-Chef Matthias Müller hat bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin das Engagement des größten deutschen Autobauers in Russland bekräftigt. Der Agentur Tass zufolge verwies Müller darauf, dass VW insgesamt mehr als 1,85 Milliarden Euro in Russland investiert habe. Trotz der Krise auf dem russischen Markt habe Volkswagen 2015 etwa ein neues Motorenwerk in Kaluga südlich von Moskau eröffnet. Details über künftige Pläne in Russland wurden zunächst nicht bekannt.

Der russische Automarkt steckt seit vier Jahren in einer tiefen Krise, der Absatz hat sich halbiert. Experten halten eine Erholung im Laufe des Jahres für möglich. Doch im Januar setzte sich die Talfahrt zunächst fort.

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Die Krise auf dem russischen Automarkt zieht sich seit vier Jahren hin. Doch Experten rechnen nun mit einer Erholung, obwohl die Signale im Januar gemischt sind. Darunter leiden vor allem Oberklasse-Hersteller.

Auch der Volkswagen-Konzern ist angeschlagen, kann in Russland aber auf Hilfe von Putin hoffen. Der Präsident sagte nach einem seiner seltenen Treffen mit einzelnen europäischen Firmenvertretern, er verstehe, dass Volkswagen gewisse Schwierigkeiten in Russland habe: „Wir sind immer bereit alle Fragen im Zusammenhang mit ihrer Entwicklung in unserem Land zu diskutieren.“ Ein Branchenvertreter erklärte, bei dem Gespräch sei es um Vergünstigungen für Volkswagen in Russland gegangen. Putin verwies darauf, dass Steuervorteile schon jetzt den Verkauf von Volkswagen in seinem Land erleichterten.

Volkswagen teilte mit, man sichere direkt 6800 Arbeitsplätze im Land und indirekt weitere 50.000. Zudem wolle man sich dort weiter entwickeln. Volkswagen steht weltweit wegen des Skandals um die Manipulation von Abgaswerten unter Druck und musste deswegen bereits milliardenschweren Schadensersatz zahlen.

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