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30.05.2011

16:27 Uhr

Mullen Nachfolger ernannt

Martin Dempsey wird Chef der US-Streitkräfte

Kurz bevor der Rückzug aus Afghanistan beginnt, baut Präsident Obama weiter die Führung der Streitkräfte um. Nach einem neuen Verteidigungsminister gab er nun auch den Wechsel des Generalstabschefs bekannt.

Martin Dempsey während einer Ansprache. Quelle: dapd

Martin Dempsey während einer Ansprache.

WashingtonDie US-Streitkräfte bekommen einen neuen Generalstabschef. Präsident Barack Obama nominierte Martin Dempsey für den höchsten Posten, den ein Soldat auf der militärischen Karriereleiter erreichen kann. „Er ist einer der meistgeachteten und kampferfahrensten Generäle unserer Nation“, sagte Obama am Montag in Washington. Der Senat muss der Beförderung noch zustimmen, bevor Dempsey als Nachfolger von Admiral Mike Mullen antreten kann, der im September in den Ruhestand geht.

Der Generalstabschef ist der wichtigste militärische Berater des Präsidenten, der seinerseits das Oberkommando über die Streitkräfte hat. Zudem wird Dempsey in seiner neuen Funktion dem nationalen Sicherheitsrat im Weißen Haus angehören. Mullen hatte den Posten vier Jahre lang inne. Seine Militärkarriere dauerte gut vier Jahrzehnte.

Der Wechsel ist die zweite große Personalveränderung für das US-Militär binnen kürzester Zeit. Erst vor wenigen Wochen hatte Obama einen neuen Verteidigungsminister benannt. Der bisherige Chef des Geheimdienstes CIA, Leon Panetta, soll im Sommer Robert Gates ersetzen, der ebenfalls wie lange angekündigt in den Ruhestand geht.

Dempsey war gerade erst im April Stabschef der Armee geworden. Den Posten wird er nun wieder aufgeben müssen. Obama hatte ihn nach Berichten amerikanischer Medien zunächst nicht für den Posten des Generalstabschefs vorgesehen, sondern Mullens Stellvertreter James Cartwright ins Rennen geschickt. Der sei in Militärkreisen auf Ablehnung gestoßen, unter anderem, weil er als Kritiker der aktuellen Afghanistan-Strategie gilt, wie die „Washington Post“ berichtete.

Der 1952 geborene Dempsey kommandierte zwischen 2003 und 2004 im Irak-Krieg die 20 000 Mann starke 1. Panzerdivision. Danach hatte er vorübergehend die stellvertretende Leitung des US-Zentralkommandos übernommen. Zuletzt verantwortete er die Ausbildung irakischer Truppen.

Von

dpa

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