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20.01.2005

07:09 Uhr

Musikfest zum Auftakt der Amtseinführung

Bush darf bei Amtseinführung beten

US-Präsident George W. Bush darf bei der Amtseinführung am Donnerstag beten. Das entschied das Oberste Gericht am Mittwoch. Der kalifornische Atheist Michael Newdow scheiterte in letzter Minute mit seiner Forderung, Gebete aus den Feierlichkeiten zu verbannen, weil das seiner Ansicht nach die Trennung von Staat und Kirche verletzt.

HB WASHINGTON. Der Oberste Gerichtshof lehnte seinen Einspruch ohne Kommentar ab. Bush hatte einen Geistlichen zur Verlesung eines Bittgebets bei der Feier zur Ablegung des Amtseids eingeladen.

Newdow hatte schon vor zwei Jahren Schlagzeilen gemacht. Damals erwirkte er in Kalifornien ein Gerichtsurteil, wonach Schulkinder nicht gezwungen werden dürfen, beim allmorgendlichen Treueschwur auf die Fahne Gott zu erwähnen.

Musikfest zum Auftakt der Feiern zu Bushs Amtseinführung

Bei eisiger Kälte hat am Mittwochabend in Washington ein fast 36-stündiger Feiermarathon zur zweiten Amtseinführung von Präsident George W. Bush begonnen. Bush nahm mit tausenden Gästen unweit des Weißen Hauses unter freiem Himmel an einem musikalischen „Fest der Freiheit“ teil. „Kein Abend ist zu kalt, um die Freiheit zu feiern“, sagte Bush. „Ich lege morgen den Amtseid ab und werde in meiner Rede über die Freiheit reden. Das ist die Sache, die unser Land eint und der ganzen Welt Hoffnung gibt.“

Auf der Ehrentribüne saß neben Bush in dickem Wollmantel seine elegant in ein hellgrünes Mantel-Ensemble gekleidete Frau Laura. Bushs Eltern und Vizepräsident Richard Cheney mit seiner Familie waren ebenfalls dabei. Präsidentenvater George Bush schützte sich mit einer wenig eleganten, tief ins Gesicht gezogenen Wollmütze vor der eisigen Kälte und erhielt von Kommentatoren dafür schlechte Noten.

Auf der Bühne intonierte der Gewinner einer Fernsehtalentshow die Nationalhymne. Mit Country-, Rock- und Gospel-Musik wurde anschließend die amerikanischen Musik gefeiert, den Klassik-Beitrag lieferte der blinde Tenor Andrea Bocelli. Bush wurde am gleichen Abend noch auf dem Ball der Texas-Gesellschaft unter dem Motto „Schwarze Krawatte und Cowboy-Stiefel“ erwartet. Feste und Bälle waren bis in die frühen Morgenstunden des Freitags geplant.

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