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14.09.2017

10:35 Uhr

Muslimische Minderheit

UN fordern Ende der Gewalt in Myanmar

Das Militär in Myanmar geht gegen die muslimische Minderheit Rohingya vor – 370.000 sind bereits geflohen. Der UN-Chef sieht in der Verfolgung eine dramatische Tragödie. Er bittet in der Welt um Hilfe für die Verfolgten.

„Menschen sterben und leiden in schrecklichen Zahlen und wir müssen das beenden.“ Reuters

Antonio Guterres

„Menschen sterben und leiden in schrecklichen Zahlen und wir müssen das beenden.“

New YorkDie Vereinten Nationen haben ein Ende der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar gefordert. UN-Generalsekretär António Guterres rief die Regierung des Landes am Mittwoch (Ortszeit) in New York dazu auf, den Militäreinsatz gegen die Rohingya zu beenden und ihre Rechte anzuerkennen. „Dies ist eine dramatische Tragödie, die Menschen sterben und leiden in furchtbaren Zahlen und das muss aufhören.“ Die humanitäre Situation für die Rohingya sei „katastrophal“. Er fordere alle Länder auf, „zu unternehmen, was sie können, damit humanitäre Hilfe geleistet werden kann“.

Der UN-Sicherheitsrat befasste sich am Mittwoch erstmals seit der Eskalation des Konflikts mit dem Thema, allerdings hinter verschlossenen Türen. Es habe einen „sehr ausgedehnten Austausch von Ansichten“ gegeben, sagte der äthiopische UN-Botschafter und derzeitige Ratspräsident Tekeda Alemu nach dem Treffen. Die Mitglieder des Rates seien „sehr besorgt“ und forderten alle Beteiligten auf, Schutz und Sicherheit der Rohingya sicherzustellen.

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Beobachter kritisierten die Erklärung des Sicherheitsrats als nicht weitreichend genug. Er hätte sich gewünscht, „dass es ein bisschen weitergeht“, sagte Alemu. Als Präsident des Sicherheitsrats könne er aber nur mitteilen, worauf sich das Gremium geeinigt habe.

Zwei hochrangige Treffen zu dem Konflikt seien am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung, die am kommenden Dienstag beginnt, angesetzt worden, sagte der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft. Manmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte ihre Teilnahme an der Vollversammlung allerdings abgesagt.

Myanmar steht wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die muslimische Minderheit der Rohingya derzeit massiv in der Kritik. Nach UN-Angaben sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Die Rohingya werden von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens.

Von

dpa

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