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27.01.2014

11:38 Uhr

Muslimisches Sultanat

Brunei führt Steinigungen ein

Im April will das streng muslimische Sultanat Brunei Steinigungen wieder einführen. So sollen unter anderem Ehebrecher bestraft werden. Auch die Todesstrafe soll bald wieder durchgeführt werden.

Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah plant die Wiedereinführung drakonischer Strafen. ap

Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah plant die Wiedereinführung drakonischer Strafen.

Kuala LumpurDas streng muslimische Sultanat Brunei auf der Insel Borneo in Südostasien will im April wieder Steinigungen für Ehebrecher und andere drakonische Strafen einführen. Der Verband „Internationale Juristenkommission“(ICJ) hat das am Montag scharf kritisiert.

Die Gesetze, die im April in Kraft treten sollen, verstießen gegen die Menschenrechte, teilte die Organisation mit. „Gesetze, die Ehebruch, außereheliche sexuelle Beziehungen und Beziehungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern kriminalisieren sind mit internationalen Standards nicht vereinbar“, schrieb die Gruppe in einem offenen Brief an Sultan Hassanal Bolkiah.

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Das durch Erdöl reich gewordene Sultanat mit weniger als einer halben Million Einwohnern will auch die Todesstrafe wieder vollstrecken. Diese wurde seit 1957 nicht mehr ausgeführt.

Die neuen Gesetze seien als Richtlinien Gottes für die Muslime im Land zu verstehen, teilte der Sultan bei der Ankündigung im Oktober mit. Zweidrittel der Einwohner sind Muslime.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

27.01.2014, 12:00 Uhr

Ab April also im islamischen Staat Brunei für Muslime die Todesstrafe.
Wird so eine Forderung von Islamischen Religionen für in Deutschland lebende Muslime auch erfolgen? Eine erforderliche Gesetzesänderung wäre wohl als Ausnahmeregelung für eine genau benannte Personengruppe kein Problem.
Islamische Feiertage wurden ja bereits in Deutschland von Islamistischen verbänden eingefordert.
Warum also nach "A" nicht auch "B" fordern?!

Account gelöscht!

27.01.2014, 12:30 Uhr

Warum? Weil das nicht geht.

denkdran

27.01.2014, 12:50 Uhr

Unsere schulische Bildung müsste reichen um auf den Denkfehler zu kommen. Wir leben in einer Demokratie und es gibt eine Verfassung. Diese gibt viele Antworten.

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