Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2015

11:55 Uhr

Mutmaßliche Islamisten festgenommen

Erneut Razzien in Frankreich und Belgien

Bei erneuten Razzien in Belgien und Frankreich haben Einsatzkräfte insgesamt sieben mutmaßliche Islamisten festgenommen. Die Behörden wollten mit dem Einsatz nach eigenen Angaben ein Dschihadisten-Netz sprengen.

Die Behörden prüfen, ob die nun Festgenommenen Kontakt zu den Islamisten von Verviers hatten. Bei der Razzia in dem belgischen Ort waren zwei der bewaffneten Islamisten erschossen worden. ap

Die Behörden prüfen, ob die nun Festgenommenen Kontakt zu den Islamisten von Verviers hatten. Bei der Razzia in dem belgischen Ort waren zwei der bewaffneten Islamisten erschossen worden.

Brüssel/ParisBei Razzien in Belgien und Frankreich hat die Polizei sieben Islamisten festgenommen. Drei Verdächtige in dem westbelgischen Ort Kortrijk hätten Verbindungen zu radikalen Gruppen unterhalten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen hätten die Ermittler Waffen entdeckt. Derzeit werde geprüft, ob die Männer Kontakt zu der Islamistengruppe in Verviers im Osten des Landes hatten, gegen die die Sicherheitskräfte kürzlich vorgegangen waren. Die Verdächtigen dort planten nach Angaben der Behörden Angriffe auf die Polizei.

Bei der Razzia in Verviers waren zwei der bewaffneten Islamisten erschossen worden. Bei den Toten soll es sich um Dschihad-Rückkehrer aus Syrien handeln.

Anschläge von Islamisten in Frankreich

Dezember 2014

Polizisten erschießen im zentralfranzösischen Joué-lès-Tours einen Mann, der mit „Allahu Akbar“-Rufen („Gott ist groß“) in ein Kommissariat stürmt und mit einem Messer drei Polizisten verletzt. Die Ermittler gehen von einer radikalislamisch motivierten Tat aus. Der Überfall erinnere an Taten, zu denen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufrufe.

Oktober 2012

Bei einem Anti-Terroreinsatz in mehreren französischen Städten erschießt die Polizei den 33-jährigen Dschihadisten Jeremy Sidney in Straßburg und nimmt elf weitere mutmaßliche Islamisten fest. Sidney und seine Kumpane werden für einen Anschlag auf ein jüdisches Geschäft verantwortlich gemacht.

März 2012

Der Attentäter Mohamed Merah erschießt in einer Mordserie insgesamt sieben Menschen. Unter ihnen waren drei Kinder und ein Lehrer einer jüdischen Schule. Augenzeugen berichten, der Täter habe mit einer Minikamera gefilmt und sei geflohen. Bevor der Mann nach rund 32-stündiger Polizeibelagerung seiner Wohnung bei einer Schießerei getötet wurde, hatte er sich als Al-Kaida-Anhänger und Mudschaheddin (Gotteskrieger) bezeichnet.

November 2011

Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf die Redaktion des französischen Satireblattes „Charlie Hebdo“. Es brachte am gleichen Tag ein Sonderheft zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien heraus und hatte sich dazu in „Scharia Hebdo“ umbenannt. Als Chefredakteur war „Mohammed“ benannt worden. Das Magazin hatte 2006 die umstrittenen Mohammed-Karikaturen aus Dänemark nachgedruckt und bereits in dem Zusammenhang Drohungen und eine Klage erhalten.

Im südfranzösischen Ort Lunel nahm eine Spezialeinheit der Polizei nach Angaben aus Sicherheitskreisen vier Männer fest. Ziel des Einsatzes sei es gewesen, ein Dschihadistennetz zu sprengen, hieß es. Zwei der Verdächtigen hätten Zeit im Kampfgebiet in Syrien verbracht.

Lunel in der Region Herault hatte zuletzt Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil bis zu zehn Bewohner der Gegend sich nach Medienberichten auf die Ausreise nach Syrien vorbereiteten.

Frankreich hat seit den Anschlägen auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt in Paris den Kampf gegen die Rekrutierung für den Dschihad verstärkt. Auch in Belgien und Deutschland kam es seither zu mehr Festnahmen in der Islamistenszene als üblich.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.01.2015, 14:49 Uhr

Das stimmt sicherlich, muss eine Zeitungsente sein, es gibt doch gar kein Problem mit Islamismus in Europa! Das sagt auch der Spiegel und SPon immer. Und die lügen doch nicht!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×