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21.08.2012

16:20 Uhr

Myanmar

„Asiens aufgehender Stern“

VonUrs Wälterlin

Nach der Jahrzehnte währenden Diktatur ist Myanmar bitterarm. Doch die Asiatische Entwicklungsbank sieht großes Potenzial in dem Staat - wenn die Regierung das Land weiter öffnet.

Die Shwedagon Pagode im Einbruch der Dunkelheit. Jürgen Röder

Die Shwedagon Pagode im Einbruch der Dunkelheit.

Das bitterarme Myanmar hat nach Einschätzung der Asiatischen Entwicklungsbank das Potenzial, einer der Wachstumsstars der Region werden. „Die strategische Lage, die reichen natürlichen Ressourcen und das große Angebot an Arbeitskräften lassen Myanmar ideal platziert erscheinen, um vom dynamischen Wachstum Asiens zu profitieren“, sagte Stephen Groff, Vizepräsident der Asiatischen Entwicklungsbank ADB, in Bangkok. Das südostasiatische Land könne "Asiens nächster aufgehender Stern sein".

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Im Streit um den Amtseid zeichnet sich in Birma ein erster Machtkampf des reformorientierten Präsidenten Thein Sein mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Sui Kyi ab.

Voraussetzung sei aber, dass sich die neuen Herrscher um Präsident Thein Sein langfristig zu einem Reformprozess verpflichteten. In ihrer ersten umfassenden Beurteilung Myanmars seit Beginn der wirtschaftlichen und politischen Reformen im vergangenen Jahr kommt die ADB zum Ergebnis, das Land habe die Voraussetzungen, anderen aufstrebenden Nationen in Südostasien zu folgen - mit einem jährlichen Wachstum des BIP zwischen sieben und acht Prozent.

Bis 2030 könne Myanmar das Pro-Kopf-Einkommen seiner 60 Millionen Einwohner verdreifachen, so die Ökonomen. Das Land hatte sich unter der Militärjunta jahrzehntelang hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt. Im Zuge seiner Öffnung lockt es inzwischen zahlreiche ausländische Politiker wie Geschäftsleute an.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle reiste ebenso nach Yangon wie seine US-Kollegin Hillary Clinton, um Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi die Hand zu schütteln. Die Hotels in der Metropole sind ausgebucht von Vertretern von Unternehmen, die nach Geschäftsmöglichkeiten suchen.

Treiber des Booms sind nicht nur die Naturschätze, über die das Land in großen Mengen verfügt - von Mineralien über Holz und Energiequellen wie Gas und Wasser. Die strategische Lage zwischen den Großnationen China und Indien sowie anderen aufstrebenden südostasiatischen Staaten wie Thailand sei geradezu ideal, um Myanmar vom wachsenden interregionalen Handel profitieren zu lassen, lobt die ADB.

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