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28.12.2011

18:49 Uhr

Nach 15 Monaten Krise

Bosnien bekommt wieder eine Regierung

Beinahe 15 Monate lang verhinderten ein Dauerstreit und der komplizierte Staatsaufbau die Regierungsbildung in Bosnien. Nun wurde sich auf einen Kompromiss geeinigt - gerade noch rechtzeitig für den Staatshaushalt.

Bozo Ljubic, Anführer der Kroatischen Demokratischen Union. AFP

Bozo Ljubic, Anführer der Kroatischen Demokratischen Union.

Sarajevo/BelgradNach fast 15-monatiger Selbstblockade haben sich die Führer von Muslimen, Serben und Kroaten in Bosnien- Herzegowina auf die Bildung einer Regierung verständigt. Wie bosnische Medien am Mittwoch berichteten, wurde der Kompromiss auf einer Konferenz in Sarajevo erzielt. Die Einigung kam gerade noch rechtzeitig, um einen Kollaps des Staatshaushalts zu verhindern. Wegen der Blockade hätten sämtliche Zahlungen vom 1. Januar 2012 an eingestellt werden müssen.

In dem Balkanstaat hatten am 3. Oktober 2010 Parlamentswahlen stattgefunden. Doch der Dauerstreit zwischen Muslimen, Serben und Kroaten sowie der komplizierte Staatsaufbau hatten bislang die Regierungsbildung in dem rund vier Millionen Einwohner zählenden Land verhindert.

Bosnien-Herzegowina besteht aus zwei weitgehend selbstständigen Landesteilen, die einerseits von Serben (einem Drittel der Bevölkerung) sowie andererseits von Muslimen (mehr als der Hälfte) und Kroaten (zehn Prozent) beherrscht werden.

Seit dem Ende des Bürgerkrieges (1992-1995) mit namentlich bekannten 100.000 Toten haben die USA, die EU und die UN den Wiederaufbau des zerstörten Landes mit mehreren Milliarden Euro unterstützt.

Von

dpa

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