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02.11.2015

20:17 Uhr

Nach AKP-Wahlsieg

Lambsdorff fordert Ende des Beitrittsprozesses mit der Türkei

Die EU sollte nach Ansicht des FDP-Europapolitikers Lambsdorff nach dem AKP-Wahlsieg nicht länger mit der Türkei über eine Aufnahme sprechen. Grund hierfür sieht er in den Repressionen gegen regierungskritische Medien.

Angesichts der Repressionen gegen regierungskritische Medien und Online-Dienste sieht FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff die Türkei nicht als EU-Beitrittskandidaten an. dpa

Alexander Graf Lambsdorff

Angesichts der Repressionen gegen regierungskritische Medien und Online-Dienste sieht FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff die Türkei nicht als EU-Beitrittskandidaten an.

BerlinDie Europäische Union sollte nach Ansicht des FDP-Europapolitikers Alexander Graf Lambsdorff nach dem Wahlsieg der islamisch-konservativen AKP nicht länger mit der Türkei über eine Aufnahme sprechen. „Dieser Wahlsieg bringt in der Türkei zwar eine stabile Lage - politisch sind die Verhältnisse jetzt klar. Aber das war doch um einen sehr hohen Preis, was Grundwerte, was Meinungsfreiheit, was andere Fragen angeht“, sagte Graf Lambsdorff am Montag im Deutschlandradio Kultur.

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Angesichts der Repressionen gegen regierungskritische Medien und Online-Dienste sagte Graf Lambsdorff: „Die Türkei ist ein Beitrittskandidat und an einen Beitrittskandidaten muss man andere Maßstäbe anlegen oder man muss sich eben ehrlich machen und sagen: Wenn die Grundwerte so mit Füßen getreten werden, wie das hier geschehen ist, dann kann das Land eben auch kein Beitrittskandidat mehr sein.“

Von

dpa

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