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27.10.2016

22:04 Uhr

Nach Angriff auf Schule

UN-Chef Ban fordert Untersuchung in Syrien

Wieder wird im syrischen Bürgerkrieg ein ziviles Ziel schwer getroffen. Diesmal sterben viele Schüler und Lehrer. Doch welche Luftwaffe hat den Angriff geflogen? UN-Generalsekretär Ban will Antworten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert eine „sofortige und unabhängige“ Untersuchung der jüngsten Attacke in Syrien. AFP; Files; Francois Guillot

Vereinte Nationen

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert eine „sofortige und unabhängige“ Untersuchung der jüngsten Attacke in Syrien.

New York / DamaskusNach dem Angriff auf eine Schule im Nordwesten Syriens mit mindestens 35 Toten hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine „sofortige und unabhängige“ Untersuchung des Vorfalls gefordert. Die Attacke habe ihn erschüttert, sagte der UN-Chef in New York laut Mitteilung. „Wenn er vorsätzlich war, war dieser Angriff möglicherweise ein Kriegsverbrechen.“ Russland hat jede Verantwortung für den Luftangriff zurückgewiesen.

Bei der Bombardierung am Mittwoch waren 22 Schüler und 6 Lehrer ums Leben gekommen, wie der Direktor des UN-Kinderhilfswerks Unicef, Anthony Lake, in New York sagte. Es sei möglicherweise die tödlichste Attacke auf eine Schule seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren.

Syriens Opposition beschuldigte das Regime und seinen Verbündeten Russland, in einer gemeinsamen Operation für den Angriff verantwortlich gewesen zu sein. Die Sprecherin des Moskauer Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte hingegen: „Wir haben nichts zu tun mit dieser furchtbaren Attacke.“ Der Vorfall müsse von internationalen Organisationen untersucht werden. Russlands Verteidigungsministerium prüfe bereits alle vorliegenden Daten.

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Mindestens 26 Tote, darunter 20 Kinder. Das ist die erschreckende Bilanz des Luftangriffs auf eine syrische Schule. Bisher ist unklar, wer für den Angriff verantwortlich ist. Moskau dementiert eine Beteiligung.

„Dies ist eine Tragödie“, erklärte Unicef-Direktor Lake. „Es ist ein Skandal. Und, wenn vorsätzlich, ein Kriegsverbrechen.“ Auch der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, zeigte sich entsetzt. Die Attacke sei „völlig inakzeptabel“. „Zivilisten und zivile Infrastruktur sollten von internationalem Recht eigentlich beschützt sein. Traurigerweise wird dieses Recht in Syrien immer wieder auf niedagewesene Art und Weise verletzt.“

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte trafen sechs Luftschläge Ziele in dem Ort Haas in der Provinz Idlib, in dem sich die Schule befindet. Die Provinz Idlib wird von Rebellen kontrolliert, darunter sind auch radikalislamische Gruppen.

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