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06.04.2017

01:27 Uhr

Nach Anschlag in St. Petersburg

Russische Behörden melden sieben Festnahmen

Russische Ermittler haben zwei Tage nach dem Anschlag in St. Petersburg sieben Verdächtige festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Terroristen angeworben zu haben. Präsident Putin äußert sich derweil zur Lage in der Region.

Nach U-Bahn Anschalg

Erneut Explosion in St. Petersburg

Nach U-Bahn Anschalg: Erneut Explosion in St. Petersburg

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St. PetersburgZwei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg haben die russischen Behörden die Festnahme von sieben Verdächtigen bekanntgegeben. Ihnen wird vorgeworfen, Terroristen angeworben zu haben. Eine direkte Verbindung zu dem Selbstmordanschlag vom Montag hatten sie nach ersten Erkenntnissen aber nicht. In der Erklärung des Untersuchungskomitees vom Mittwoch hieß es, die Festgenommenen kämen aus zentralasiatischen Ländern, die einst zur Sowjetunion gehörten.

Die Ermittler verdächtigen einen 22 Jahre alten in Kirgistan geborenen Russen, die Bombe gezündet zu haben, die 14 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt hatte. 55 Verletzte wurden am Mittwoch noch in Krankenhäusern behandelt, wie Vizebürgermeisterin Anna Mitjanina sagte.

St. Petersburg-Attentat: Ermittler prüfen Kontakt zum IS

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Ermittler prüfen Kontakt zum IS

Der Attentäter von St. Petersburg riss mehr als ein Dutzend Menschen mit in den Tod. Die Ermittler durchsuchen nun seine Wohnung und befragen die Eltern. Es wird eine Verbindung zum IS geprüft.

Bei einem Treffen mit den Leitern von Sicherheitsdiensten der meisten zentralasiatischen Nachbarn Russlands sagte Präsident Wladimir Putin, der Terrorismus bleibe eine Bedrohung für die Region. Wie die tragischen Ereignisse von St. Petersburg zeigten, sei praktisch „jedes unserer Länder ein mögliches und potenzielles Ziel von Terroranschlägen“.

Ermittler durchsuchten die Wohnung des mutmaßlichen Attentäters von St. Petersburg. Außerdem seien die Aufnahmen von Überwachungskameras vor dem Haus des Mannes ausgewertet worden, teilte das Untersuchungskomitee am Mittwoch mit. Darauf sei zu sehen, wie der Verdächtige das Gebäude mit einer Tasche und einem Rucksack verlasse.

Ein zweiter Sprengsatz wurde in einer weiteren U-Bahn-Station entdeckt und entschärft. An der Tasche, in dem er steckte, fanden Ermittler DNA-Spuren des mutmaßlichen Selbstmordattentäters.

Nach dem Anschlag hatten mehrere russische Politiker ein Ende des Moratoriums für die Todesstrafe gefordert. Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin wies dies zurück. „Man darf eine Tragödie nicht dafür nutzen, Werbung für sich selbst zu machen“, sagte er.

Von

ap

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