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03.10.2012

04:42 Uhr

Nach Anschlag

USA reden über Vergeltungsschlag in Libyen

Nach dem tödlichen Anschlag auf den US-Botschafter in Libyen fordern Kongressabgeordnete in den USA Aufklärung über Sicherheitsmaßnahmen - angeblich fassen US-Militärs sogar einen Angriff ins Auge.

Nach dem Anschlag in Bengasi verbrennen Anhänger der Ansar al-Shariah-Brigaden eine US-Flagge. dapd

Nach dem Anschlag in Bengasi verbrennen Anhänger der Ansar al-Shariah-Brigaden eine US-Flagge.

WashingtonNach dem blutigen Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi fassen US-Militärs nach Informationen der „New York Times“ einen Vergeltungsschlag ins Auge. Spezialeinheiten sammelten demnach Informationen für einen möglichen Angriff auf die Täter des Anschlags, bei dem am 11. September vier amerikanische Diplomaten getötet wurden.

Es seien aber noch keine Entscheidung über eine mögliche Aktion zur Gefangennahme oder zur Tötung der Täter gefallen, heißt es. Präsident Barack Obama hatte versprochen, die Verantwortlichen zur Verantwortung zu ziehen.

Eine mögliche Operation von Spezialeinheiten ziele auf eine Gefangennahme oder die Tötung der mutmaßlichen Täter ab, berichtete die Zeitung am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe. Allerdings seien die Vorbereitungen noch in einem sehr frühen Stadium. Es sei noch keinerlei Entscheidung über eine mögliche Aktion gefallen, hieß es unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte.

Die „New York Times“ schreibt, Obama habe bei einer Vergeltungsaktion in Libyen mehrere Optionen, darunter etwa Drohnenangriffe und Einsätze von Spezialeinheiten wie etwa bei der Tötung von Osama bin Laden im vergangenen Jahr in Pakistan. Denkbar seien auch gemeinsame Operationen mit libyschen Einheiten. Jede Aktion berge aber erhebliche militärische und politische Risiken.

Der tödliche Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi soll zudem Thema im US-Kongress werden. Denn obwohl es bereits vor der Attacke Angriffe auf westliche Beamte in Libyen gab, sollen mehrere Anträge von Diplomaten auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen abgelehnt worden sein. Das erklärten am Dienstag zwei Abgeordnete der US-Republikaner und forderten in einem Brief Aufklärung von Außenministerin Hillary Clinton. Angeblich hätten ihre Informanten ihr Wissen über die Abläufe in Libyen aus erster Hand.

Am 11. September waren der US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner bei dem Angriff auf das Konsulat ums Leben gekommen. Das Außenministerium beantwortete die Frage nach etwaig zuvor geforderten Extra-Sicherheitsmaßnahmen nicht.

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Clinton verwies darauf, dass es keine Geheimdiensthinweise auf eine besondere Bedrohung des Konsulats gegeben habe. Die Abgeordneten planen nun eine Anhörung vor dem US-Kongress am 10. Oktober.

Das Außenministerium kritisierte am Dienstag, dass die Sicherheitsbehörden der USA und Libyens auch drei Wochen nach dem Anschlag bei der Aufklärung noch immer nicht kooperierten. Zwar funktioniere die politische Zusammenarbeit, sagte eine Sprecherin des Ministeriums, doch sei diese nun auch bei den Ermittlungen nötig.

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Libyens Präsident Mohammed el Megaref sagte einer arabischsprachigen Zeitung, die US-Bundespolizei FBI könne an den libyschen Ermittlungen teilnehmen. Nach seiner Einschätzung seien die Verzögerungen nicht allein die Schuld der libyschen Regierung. Nach Auskunft des FBI können die Bundesagenten nicht nach Bengasi gelangen, weil es zu gefährlich ist.

Kommentare (5)

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Boltar

03.10.2012, 11:01 Uhr

Die Faschisten in USrael regen sich wegen 4 Pappkameraden auf, die ihre eigenen herangezüchteten Terroristen plattgemacht haben???

Welch ein Hohn!

Fast die Hälfte der Welt hätte Grund TAUSENDE von Amis und Israelis in ihren eigenen Ländern zu meucheln...USrael hat Millionen von Menschen in aller Welt umgebracht und ihre Länder zerstört!

Und ausgerechnet diese Gangstermischpoke regt sich wegen dieser 4 unsäglichen Stellvertreterverbrecher auf? LÄCHERLICH....

N_K

03.10.2012, 12:02 Uhr

" Nach Anschlag:
. USA reden über Vergeltungsschlag in Libyen "

Auf ein paar Bomben, Drohnen, Raketen mehr oder weniger kommts doch gar nicht mehr an. Wenn der AMI endlich mal aufhören würde mit der weltweiten humanitären "Hilfe" nach SEINER Auffassung (Erreichen der Weltherrschaft unter USA-"Führung", besser: DIKTAT), würden auch die Anschläge und Überfälle aufhören.

Der "Dabbel-Juhu" hatte doch bereits 2001 sämtlichewn Kredit verloren und brauchte eine neue "Spielwiese". Er fand sie durch die inszenierte Sprengung des WT 9/11 und den dadurch erkärten neuen "Feind" ISLAM, personifiziert besonders durch BIN LADEN. Das ist nur verständlich als Ablenkungsmanöver von den verheerenden innenpolitischen (finanziellen) Zuständen der USA. Warum ausgerechnet BIN LADEN ist insoweit unverständlich, weil zwischen den Familien Bush (Öl und Finanzen) und Bin Laden (Baugewerbe) handfeste Geschäftsbeziehungen bestanden. Und daß Obama im Mai 2011 in einem vom pakistanischen Geheimdienst bestens kontrolliert und bewachten Areal den bereits seit Jahren verstorbenen Osama noch einmal Killen ließ, ist genau so wahr wie seine amerikanische Staatsbürgerschaft, die allerdings in KENIA zuhause ist.

Man sieht also: Die Welt ist voll von "EHRENMÄNNERN" und wird auch nur von solchen drangsaliert, falsch: natürlich REGIERT!

Thomas-Melber-Stuttgart

03.10.2012, 12:15 Uhr

Man sollte auch auf das Notizbuch des getöteten / ermordeten Konsuls hinweisen, das stand nämlich interessantes zu seinen Aktivitäten während des sog. Volksaufstandes drin.

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