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01.06.2013

16:21 Uhr

Nach Beil-Angriff

Unruhen bei Protesten in London

Der Mord an einem britischen Soldaten in London erhitzt mehr als eine Woche nach dem Vorfall weiterhin die Gemüter. Jetzt kam es bei Protesten zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Demonstrantengruppen und der Polizei.

LondonBei zwei Demonstrationen von Rechtsextremen und Antifaschisten vor dem britischen Parlament schritt am Samstag die Polizei ein. Anhänger beider Gruppen beschimpften sich und es kam zu vereinzelten Handgreiflichkeiten.

Seit dem Tod des 25-jährigen Soldaten Lee Rigby am 22. Mai hat die Polizei eine Zunahme anti-muslimischer Vorfälle gemeldet. Zwei Männer mit islamistischem Hintergrund hatten Rigby unweit seiner Kaserne mit Messern und einem Fleischerbeil attackiert und getötet. Der Fall sorgte international für großes Aufsehen. Rigbys Familie rief die Menschen in einer Stellungnahme zum Frieden auf. Lee habe nicht gewollt, dass sein Name für die Rechtfertigung von Angriffen auf andere Menschen missbraucht würde, hieß es. Unmittelbar nach der Tat waren zwei Tatverdächtige angeschossen und festgenommen worden.

Von

ap

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

01.06.2013, 17:39 Uhr

Dieser Artikel ist wohl etwas zu kurz geraten. Ich möchte schon gern wissen, welche Forderungen bei den Demonstrationen gestellt wurden.

Spectateur

01.06.2013, 19:38 Uhr

Ja, ich stelle wie Rheingold die journalistische Spitzenleistung dieses vor Hintergrund triefenden Artikels heraus, BRAVO, well done ....

laokoon

02.06.2013, 08:20 Uhr

an Rheingold
Bei unserer Einheitspresse, die fern jeder Eigenleistung in Recherche nur noch Mutti Merkels Einheitsbrei verkündet, habe ich gar nicht mehr die Erwartung, dass mal ein Artikel geschrieben werden würde, der die Fragen beantwortet, die man sich beim Lesen eines Artikels als Leser so stellt.
Um es klar zu stellen:
Ich selbst bin weder rechts noch links, sondern nur der Vernunft verpflichtet - daher auch noch nie in einer Partei gewesen (es hat mir einfach nur noch niemand genug Geld im Austausch für meine eigene Meinung angeboten).
Das mit den Rechtsextremisten wäre wahrscheinlich im Artikel nicht mehr tragbar, wenn man die Forderungen dieser "Rechtsextremisten" in ausgewogener Anschauung dem Artikel hinzufügen würde.
Also wahrscheinlich so rechtsextreme Forderungen wie der Erhalt der eigenen Kultur und die Ablehnung von Bildungsferne für weibliche Kinder, die Gleichberechtigung von Schwulen und Religionsfreiheit.
Der Umsatz wäre für ein Medienunternehmen gar nicht vorstellbar, wenn es dazu überginge, jeden Journalisten einfach schreiben zu lassen, was er denkt - unter der Voraussetzung der Wahrheitspflicht.
Aber das würde natürlich zwingend voraussetzen, dass es noch ein einziges Medienunternehmen in D gäbe, das nicht fest in der Hand des Großkapitals ist.
Dem Großkapital ist es übrigens völlig schnuppe ob ihr Medienunternehmen Plus oder Minus macht - Hauptsache, es macht Meinung!

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