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14.04.2014

13:52 Uhr

Nach Blockierung

Twitter verhandelt mit türkischen Regierungsbehörden

Nach Erdogans Blockierung von Twitter sucht der Kurzmitteilungsdienst nach einer Lösung für den Streit mit der türkischen Regierung. In Ankara beginnen nun offenbar Verhandlungen mit Telekombehörden.

Erdogan hatte Twitter vor den Kommunalwahlen Ende März blockieren lassen. dpa

Erdogan hatte Twitter vor den Kommunalwahlen Ende März blockieren lassen.

IstanbulDer Kurzmitteilungsdienst Twitter sucht in Gesprächen nach einer Lösung für den Streit mit der türkischen Regierung. Angereiste Vertreter des US-Unternehmens hätten am Montag in Ankara Verhandlungen mit Telekombehörden begonnen, berichtete das türkische Staatsfernsehen TRT. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte Twitter noch am Wochenende Steuerhinterziehung vorgeworfen. Nach immer neuen Korruptionsvorwürfen im Internet hatte Erdogan Twitter vor den Kommunalwahlen Ende März blockieren lassen, war aber vom Verfassungsgericht zur Aufhebung der Sperre gezwungen worden. Schätzungsweise zehn Millionen Türken nutzen Twitter.

Von

dpa

Kommentare (1)

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14.04.2014, 14:13 Uhr

"Der Kurzmitteilungsdienst Twitter sucht in Gesprächen nach einer Lösung für den Streit mit der türkischen Regierung. Angereiste Vertreter des US-Unternehmens hätten am Montag in Ankara Verhandlungen mit Telekombehörden begonnen, berichtete das türkische Staatsfernsehen TRT."
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Was gibt es da zu verhandeln? Twitter ist ein internationales Medium, in dem weitestgehend Meinungsfreiheit gilt. Mit einer Regierung, für die Meinungsfreiheit ein Fremdwort ist (die auch so nebenbei skrupellos Journalisten verhaften läßt) sollte man nicht verhandeln. Für IT-Begeisterte dürfte es garantiert Möglichkeiten geben, irgendwelche Sperren ggf. zu umgehen, und die Anleitungen dazu sind bestimmt im Web zu finden.
Im digitalen Zeitalter ist der Fluß von Informationen weder zu stoppen noch wirksam zu kontrollieren und Politikergesindel, das versucht, seinen Bürgern einen Maulkorb umzuhängen und sie zum Schweigen zu bringen, macht sich nachhaltig unbeliebt. Das geht nur in Nord-Korea, wo es Internet außer über garantiert illegale Satellitenanbindung für den Normalbürger nicht gibt.

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