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29.11.2011

22:25 Uhr

Nach Boykott-Ankündigung

Westerwelle drängt Pakistan zur Teilnahme an Afghanistan-Konferenz

Deutschland und andere Staaten haben sich für die Teilnahme Pakistans an der Afghanistan-Konferenz in Bonn eingesetzt. Nach einem Nato-Angriff auf einen pakistanischen Militärposten hatte das Land seinen Boykott angekündigt.

Guido Westerwelle nennt einen möglichen Boykott Pakistans einen „Rückschlag“. Das Bild zeigt den Bundesaußenminister bei einer Pressekonferenz in Islamabad Mitte November. AFP

Guido Westerwelle nennt einen möglichen Boykott Pakistans einen „Rückschlag“. Das Bild zeigt den Bundesaußenminister bei einer Pressekonferenz in Islamabad Mitte November.

Berlin/WashingtonMehrere Staaten haben am Dienstag Pakistan gedrängt, von seinem angekündigten Boykott der Afghanistan-Konferenz in Bonn abzusehen. Eine Teilnahme an der Konferenz sei „vollkommen im pakistanischen Interesse“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Mark Toner. Bei der Konferenz gehe es um den Entwurf eines sichereren und erfolgreicheren Afghanistans. Er erinnerte die Regierung in Islamabad an ihre „entscheidende Rolle“ im afghanischen Friedensprozess.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), der die am kommenden Montag beginnende Konferenz organisiert, sagte in Berlin, er sei mit der afghanischen Regierung im Gespräch. „Wenn es bei dieser Absage bliebe, dann wäre das ein Rückschlag“, sagte Westerwelle. Zuvor hatte sich bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „sehr betrübt“ über die Absage geäußert.

Pakistan reagierte mit der Boykott-Ankündigung auf einen Nato-Luftangriff auf zwei pakistanische Militärposten am vergangenen Wochenende, bei dem 24 Soldaten getötet wurden. In Bonn werden Vertreter von mehr als hundert Staaten und Organisationen erwartet. Sie wollen darüber beraten, wie Afghanistan nach dem Abzug der internationalen Truppen Ende 2014 weiter unterstützt werden kann.

Auch der afghanische Präsident Hamid Karsai bemühte sich am Dienstag, Islamabad umzustimmen. Nach Informationen des Internetdienstes „Spiegel Online“ telefonierte Karsai mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Yousuf Raza Gilani. „Ich hoffe, Sie überdenken Ihre Entscheidung und kommen am Ende doch zu der Konferenz“, sagte Karsai demnach zu Gilani. Karsai habe das Gefühl, die Sache sei noch nicht entschieden. Die Konferenz will sich ausdrücklich auch mit dem Nachbarland Afghanistans beschäftigen. „Wir wären glücklicher, wenn sie am Ende doch kommen würden“, ergänzte Karzai.

Die Betreiber des pakistanischen Kabelfernsehens übte derweil Druck auf westliche Medien aus, „negative Propaganda“ zu unterlassen. Nach der Ausstrahlung einer Dokumentation über das pakistanische Militär sperrten die Betreiber am Dienstag den britischen Nachrichtensender BBC World News und drohte auch anderen westlichen Sendern mit ähnlichen Maßnahmen, sollten sie ein schlechtes Bild von Pakistan und seinen Streitkräften verbreiten.

Kommentare (4)

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stupid

30.11.2011, 04:07 Uhr

Na KLAR!
.
Wenn Westerwelli pfeift,
dann springen die pakistanischen Moslems.
.
Offensichtlich sind die deutschen Politiker dauer bekifft.
.
>>>Es ist nur noch „PEINLICH“ deutscher zu sein!<<<

Account gelöscht!

30.11.2011, 07:23 Uhr

Schickt endlich Westerwelle, und die Bundesregierung sofort zum Teufel, und anschließend vor Gericht.
Basta/Alternativlos

sterbende_demokratie

30.11.2011, 09:17 Uhr

Ich würde mich auch nicht mit scheinheiligen Vertretern an einen Tisch setzten die permanent die Hoheitsrechte meines eigenen Landes mit Füßen treten und sich als Weltpolizei aufspielen.

Herr Westerwelle Sie sind schon eine peinliche Figur....

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