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16.04.2018

18:37 Uhr

Nach Chemiewaffeneinsatz

Britische Premierministerin May befürwortet Militärschlag gegen Syrien

Im britischen Parlament rechtfertigt May den Schlag gegen Syrien. Es ginge darum, die Fähigkeit der syrischen Regierung einzuschränken, Chemiewaffen zu verwenden.

Die britische Premierministerin hatte für die Militäraktion in Syrien keine Zustimmung des Parlaments eingeholt. AP

Theresa May

Die britische Premierministerin hatte für die Militäraktion in Syrien keine Zustimmung des Parlaments eingeholt.

LondonDie britische Premierministerin Theresa May hat ihre Entscheidung zum Militärschlag gegen syrische Regierungseinrichtungen am Montag im Parlament in London gerechtfertigt. Schnell zu handeln sei wesentlich gewesen, um weiteres menschliches Leid zu verhindern und die Sicherheit der beteiligten Streitkräfte zu gewährleisten, sagte May. Bei den Militärschlägen ging es May zufolge darum, die Fähigkeit der syrischen Regierung einzuschränken, Chemiewaffen zu verwenden.

„Es gab keine praktikable Alternative zur Anwendung von Gewalt.“ Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte die Luftangriffe dagegen als „rechtlich fragwürdig“.

May hatte keine Zustimmung der Abgeordneten eingeholt, bevor sie den Befehl zu der gemeinsamen mit den USA und Frankreich durchgeführten Militäraktion am Samstag gab. Mit den Angriffen antworteten die Westmächte auf den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas der syrischen Regierung Anfang April. Mit der Debatte im Parlament wollte May nachträglich um Unterstützung für die Operation werben.

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Großbritannien habe im eigenen nationalen Interesse gehandelt, betonte die Premierministerin. Befehle von den USA seien nicht entgegengenommen worden. Sie beschuldigte Moskau, diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Einsatzes von Chemiewaffen in Syrien zu sabotieren.

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Von

dpa

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