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14.09.2016

15:29 Uhr

Nach dem Brexit-Votum

Deutsch-französisches Duo soll für die EU verhandeln

Die EU-Kommission hat entschieden, wer die Europäische Union bei den Brexit-Verhandlungen vertreten soll. Die Wahl ist auf den früheren EU-Kommissar Michel Barnier und auf eine Deutsche gefallen.

Der frühere EU-Kommissar soll gemeinsam mit Sabine Weyand für die EU in die Brexit-Verhandlungen einsteigen. Reuters

Michel Barnier

Der frühere EU-Kommissar soll gemeinsam mit Sabine Weyand für die EU in die Brexit-Verhandlungen einsteigen.

BrüsselBei den Gesprächen über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU wird eine Deutsche die Bedingungen des sogenannten Brexit an führender Stelle mit aushandeln. Die EU-Kommission bestimmte am Mittwoch die Vize-Direktorin ihrer Handelsabteilung, Sabine Weyand, mit der Aufgabe.

Sie wird dabei neben dem bereits im Juli benannten Chefunterhändler und früheren EU-Kommissar Michel Barnier die Verhandlungsspitze bilden. Weyand arbeitet bereits seit 1994 für die Brüsseler Behörde. Mit dem Franzosen Barnier und seiner deutschen Kollegin ziehen damit Vertreter zweier Schwergewichte der Europäischen Union die Fäden. Nach Angaben der EU-Kommission sollen die Austrittsgespräche mit Großbritannien zunächst intern vorbereitet werden.

Dabei gehe es unter anderem um Fragen der Strategie sowie um Klärung rechtlicher und finanzieller Fragen. Die Briten hatten sich am 23. Juni mehrheitlich dafür entschieden, der EU den Rücken zu kehren. Doch erst wenn die Regierung in London ihr Austrittsgesuch nach Artikel 50 der EU-Verträge übermittelt hat, sollen die Verhandlungen laut der Brüsseler Behörde beginnen. Die neue britische Regierung hat angekündigt, nicht vor Ende des Jahres den Antrag zu stellen. Bei den Gesprächen dürfte der Finanzplatz London und dessen Zugang zum EU-Markt eine wichtige Rolle spielen. Für die Verhandlungen über die Bedingungen des Brexit sind nach EU-Recht zwei Jahre vorgesehen.

Von

rtr

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