Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.05.2012

03:30 Uhr

Nach dem Putsch

In Mali fallen erneut Schüsse

Die Situation im westafrikanischen Mali bleibt unruhig. Vor einem Monat hat dort das Militär erst den demokratisch gewählten Präsidenten abgesetzt, dann eine zivile Regierung akzeptiert. Nun kam es erneut zu Kämpfen.

Flüchtlinge aus Mali laufen vor Putschisten und Rebellen davon. dpa

Flüchtlinge aus Mali laufen vor Putschisten und Rebellen davon.

Bamako/DakarRund einen Monat nach dem Putsch im westafrikanischen Mali ist es in der Hauptstadt Bamako erneut zu Kämpfen gekommen. Soldaten der Garde des damals gestürzten Präsidenten Amadou Toumani Toure hätten versucht, die Kontrolle über die Hauptstadt Bamako zurückzuerlangen, sagte ein Sprecher des regierenden Militärs am Montag. Man habe die Situation aber unter Kontrolle.

Aus dem Zentrum der Hauptstadt war schweres Gewehrfeuer zu hören. „Die Straßen sind verlassen, niemand zeigt sich“, sagte ein Reuters-Mitarbeiter. Die Präsidenten-Garde nahm Augenzeugen zufolge Positionen am Flughafen ein und besetzte das Gebäude des staatlichen Fernsehsenders.

Ende März hatte das Militär in Mali zunächst die Macht übernommen. Es wollte mit dem Putsch den Kampf gegen einen Aufstand der Tuareg im Norden des Landes vorantreiben. Aus Sicht der Soldaten war Präsident Toure die Revolte nicht entschlossen genug angegangen. Der Norden Malis wird teilweise von Tuareg-Separatisten und Al-Kaida nahestehenden Islamisten kontrolliert.

Bulle & Bär: Ein Putsch lässt Goldanleger zittern

Bulle & Bär

Ein Putsch lässt Goldanleger zittern

Politische Unruhen blockieren einen Aufschwungs in Afrika.

Anfang April hatte das Militär dann nach zunehmenden Druck der Nachbarstaaten erklärt, im Gegenzug für eine Amnestie die Macht wieder an eine zivile Regierung zu übergeben.

Vor wenigen Tagen hatte die westafrikanische Organisation Ecowas erklärt, sie wolle Truppen nach Mali schicken, um dort bei der Wiedereinsetzung einer zivilen Regierung zu helfen. Die Organisation hat damit entgegen ihrer früheren Politik entschlossen gehandelt und wird darin von der EU unterstützt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×