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16.04.2006

17:21 Uhr

Nach den Unruhen in Palästina

Iran will Palästinensern Finanzhilfe in Millionenhöhe geben

Der Iran hat am Sonntag eine Finanzhilfe in Höhe von 50 Millionen Dollar für die palästinensische Autonomiebehörde angekündigt.

HB TEHERAN. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens gab Außenminister Manutschehr Mottaki die Hilfe während einer Konferenz zur Unterstützung der Palästinenser in Teheran bekannt.

Die USA und die Europäische Union als bisher größte Geldgeber der Palästinenserbehörde hatten eine Einstellung der direkten Hilfszahlungen angekündigt, weil die Hamas sich weigert, die Existenz Israels anzuerkennen und der Gewalt abzuschwören. Russland will die in Zahlungsschwierigkeiten geratene Autonomiebehörde dagegen mit einer Finanzspritze unterstützen. Durch den Zahlungsstopp kann die Autonomiebehörde die Gehälter für die rund 140 000 Beamten, Lehrer und Sicherheitskräfte in den Palästinensergebieten nicht mehr zahlen. Deswegen ist es dort bereits zu gewaltsamen Protesten gekommen.

Der iranische Minister rief auch andere islamische Länder zur Unterstützung der neuen Hamas-geführten Palästinenserregierung auf. Der Iran sei bereit, die finanzielle Hilfe zu koordinieren. „Wir erleben derzeit mit, wie das zionistische Regime (Israel) nach und nach zerfällt und zusammenbricht, und mit Unterstützung der islamischen Welt wird der rechtmäßige Widerstand siegen“, sagte Mottaki. Die Konferenz sollte am Sonntag mit einer Abschlusserklärung zu Ende gehen.

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