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09.06.2017

18:04 Uhr

Nach der Anhörung von James Comey

Trump schlägt zurück

VonThomas Jahn

Der US-Präsident hatte Mitarbeitern versprochen, sich nicht zur Anhörung von James Comey vor dem Senat zu äußern. Doch einen Tag später hält Trump es nicht mehr aus. Per Twitter holt er zum Rundumschlag aus.

Trumps Reaktion nach der Comey-Aussage

„Absoluter Schwachsinn. Das habe ich nicht gesagt“

Trumps Reaktion nach der Comey-Aussage: „Absoluter Schwachsinn. Das habe ich nicht gesagt“

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New YorkDie Anhörung war sensationell, der Andrang riesengroß. Fast drei Stunden sprach James Comey vor einem Senatsausschuss über seinen Rauswurf vor wenigen Wochen. Dort beschuldigte der frühere FBI-Chef den US-Präsidenten, ihn in Ermittlungen wegen der Einmischung Russlands in den US-Wahlen behindert zu haben und bezeichnete ihn gar als Lügner.

Jetzt feuert Trump zurück – entgegen dem Anraten von Beratern. Auf Twitter beschuldigte er Comey „falscher Erklärungen“ und „Lügen“, bezeichnete ihn als „verräterischen Informanten“.

Dabei bezieht sich Trump auf die Aussage des FBI-Chefs, ein Memo von einem Treffen mit dem Präsidenten über einen Freund an die New York Times weitergeleitet zu haben. Comey wollte mit der Veröffentlichung bewirken, dass die Einmischung von Russland und Trumps Verhalten untersucht wird – ein Ziel, das er erreicht hat. Vor kurzem nahm Sonderermittler Bob Mueller seine Arbeit auf.

Ex-FBI-Chef James Comey : Der Unbestechliche

Ex-FBI-Chef James Comey

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Der Ex-FBI-Chef ist mit seiner Aussage zu Trumps wichtigstem Gegenspieler geworden. Das Duell mit dem Präsidenten ist aber nur der Höhepunkt einer Karriere, bei der Comey immer wieder mit Persönlichkeiten angeeckt ist.

Trump selbst schaute sich 45 Minuten der Anhörung von Comey im Fernsehen an, umgeben von einem engen Zirkel von Vertrauten wie dem Verteidigungsminister Jeff Mattis und den vor kurzem angeheuerten Anwalt Marc Kasowitz. Der Jurist ist an der Wall Street vor allem für seine Härte und Hartnäckigkeit bekannt. Jetzt soll er helfen, die Russlandkrise von Trump einzudämmen. Dazu gehörte seine Anordnung: keine Tweets mehr, alles geht über den Anwalt. „Der Präsident hat niemals, weder direkt noch indirekt, Herrn Comey dazu angehalten, jegliche Untersuchung einzustellen“, sagte Kasowitz auf einer Pressekonferenz kurz nach der Anhörung.

Laut der „New York Times“ ist Kasowitz im Trump-Lager keineswegs unumstritten. Das erste Statement für Trump als Reaktion auf Comey war voller Rechtschreibfehler, selbst das Wort „Präsident“ war falsch geschrieben.

Dazu war die Pressekonferenz eine triste Angelegenheit, Kasowitz las alles vom Blatt mit monotoner Stimme ab. Keine 24 Stunden später hält sich Trump jetzt nicht mehr an die Abmachung. Er sieht eine „vollständige und umfassende Rehabilitation“ seiner Person.

Kommentare (2)

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Herr Tomas Maidan

09.06.2017, 19:14 Uhr

Trump verdeidigt sein haarsträubendes Verhalten immer mit einer Doppelstrategie: "Es ist alles gelogen, was die anderen über mich sagen. Und ausserdem hatte ich das Recht, mich so zu verhalten. Aber es ist gelogen. Ich habe Recht."

Ein erbärmliches Schauspiel. Wie lange wollen die Amerikaner, genauer die Republikaner, uns und dem Rest der Welt diesen Kerl noch zumuten?

Enrico Caruso

09.06.2017, 19:54 Uhr

@ Tommy

<<Wie lange wollen die Amerikaner, genauer die Republikaner, uns und dem Rest der Welt diesen Kerl noch zumuten?>>

Das kann ich dir genau sagen: Solange die Amtszeit dauert (4 Jahre), danach steht die Wiederwahl an (insges. 8 Jahre).

Aber wie lange willst du uns eine kindischen, albernen und komplett sinnlosen Posts noch zumuten?

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