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22.05.2011

14:05 Uhr

Nach Erdbeben-Katastrophe

China und Südkorea wollen Japan unterstützen

Krisentreffen dreier Staatsmänner: In Japan waren die Großmächte China und Südkorea zu Besuch, um Streitigkeiten wegen der Atomkatastrophe von Fukushima zu besprechen. Gleichzeitig sagten sie Japan Unterstützung zu.

Wen Jiabao, Naoto Kan und Lee Myung Bak haben sich in Tokio getroffen. Quelle: dpa

Wen Jiabao, Naoto Kan und Lee Myung Bak haben sich in Tokio getroffen.

TokioBei einem Gipfeltreffen mit Japans Ministerpräsident Naoto Kan haben Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak Japan stärkere Unterstützung bei der Katastrophenbewältigung zugesagt. Japan hatte an das Gipfeltreffen auch die Hoffnung geknüpft, Bedenken über den Umgang Tokios mit dem Atomunfall in Fukushima ausräumen zu können.

Unter anderem hatten China und Südkorea kritisiert, dass Radioaktivität ins Meer gelangt war und Produkte ungenügend auf Verstrahlung geprüft worden waren.

Am Samstag besuchten die drei Staatsmänner das Katastrophengebiet im Nordosten Japans. Das Erdbeben und der Tsunami am 11. März kosteten vermutlich über 24.000 Menschen das Leben und lösten die noch immer andauernde Atomkrise im Kraftwerk Fukushima-Daiichi aus. Große Teile der Küstengebiete wurden verwüstet.

Im Gedenken an die Opfer begingen die Staatsmänner eine Schweigeminute. Kan dankte China und Südkorea für ihre Hilfe. "Wir sind zutiefst dankbar für die große Hilfe und Unterstützung, die China und Südkorea geleistet haben", sagte er.

In einer nach dem Treffen am Sonntag abgegebenen Erklärung verkündeten die Gipfelteilnehmer, man habe sich darauf verständigt, dass alle Sicherheitsmaßnahmen auf Informationen beruhen und Überreaktionen vermieden werden sollten. Sorgen um eine mögliche radioaktive Belastung japanischer Waren, insbesondere von Nahrungsmitteln, hatte mehrere Staaten dazu bewogen, Handelsbeschränkungen zu erlassen. Wen deutete an, er sei bereit diese Schranken aufzuheben, wenn die Sicherheit garantiert sei.

Neben möglichen Hilfsmaßnahmen war auch die Sicherheitslage, insbesondere auf der koreanischen Halbinsel ein Thema. Obwohl alle drei Länder wirtschaftlich sehr eng miteinander verflochten sind, gibt es einige Streitpunkte, die ungelöst sind. Unter anderem wird China in Seoul und Tokio als potenzielle Bedrohung wahrgenommen, weil es der engste Verbündete Nordkoreas ist. Außerdem gibt es eine Reihe ungelöster Territorialfragen zwischen den Ländern.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.05.2011, 15:33 Uhr

China hilft in USA, Europa, Japan
Nach dem es den Engländern klar machen mußte, Hong Kong ist ab sofort China.


Ich könnte dazu noch so viel schreiben,
aber heute ist Sonntag und das Wetter ist so schön.

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