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22.05.2017

16:55 Uhr

Nach Erdogan-Besuch in Washington

Türkei bestellt US-Botschafter ein

Der Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erhält ein weiteres Nachspiel. Jetzt bestellte die Türkei den US-Botschafter ein – wegen des aggressiven Verhaltens der US-Sicherheitskräfte.

Der Besuch des türkischen Präsidenten in den USA wurde von Protesten begleitet. AFP

Proteste gegen Erdogan

Der Besuch des türkischen Präsidenten in den USA wurde von Protesten begleitet.

IstanbulNach den Zusammenstößen zwischen türkischen Personenschützern und Demonstranten beim USA-Besuch von Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Türkei den US-Botschafter einbestellt. Botschafter John Bass sei der Protest bezüglich des „aggressiven und unprofessionellen“ Verhaltens der amerikanischen Sicherheitskräfte bei den Vorfällen in Washington übermittelt worden, teilte das Außenministerium in Ankara am Montag mit.

In den USA war dagegen Kritik am Verhalten der Personenschützer vor der türkischen Botschaft am vergangenen Dienstag in Washington laut geworden, vor der Demonstranten gegen Erdogan protestiert hatten. Das türkische Außenministerium bemängelte nun Sicherheitslücken während Erdogans Besuch in Washington, „die durch das Unvermögen der US-Behörden herbeigeführt wurden, in jeder Phase des offiziellen Programms ausreichende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen“.

Ausschreitungen in Washington

Blutige Proteste überschatten Erdogan-Besuch

Ausschreitungen in Washington: Blutige Proteste überschatten Erdogan-Besuch

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Das US-Außenministerium hatte sich besorgt über den Zwischenfall geäußert und an die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit erinnert. Die beiden US-Senatoren John McCain und Dianne Feinstein hatten in einem Brief an Erdogan kritisiert, die gewalttätige Reaktion der Personenschützer sei nicht hinnehmbar. Sie spiegele, wie seine Regierung Medien, Minderheiten und politische Gegner behandele.

Gewalt gegen Demonstranten: Schwere Vorwürfe gegen Erdogan

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Neun Menschen wurden in Washington verletzt, als das Sicherheitsteam von Recep Tayyip Erdogan kurdische Demonstranten angriff. Jetzt gibt es schwere Vorwürfe gegen den türkischen Staatspräsidenten.

Nach Angaben des Washingtoner Polizeichefs Peter Newsham waren bei den Zusammenstößen zwölf Menschen verletzt worden, darunter ein US-Polizist. Newsham hatte nach den Zusammenstößen gesagt, es scheine sich um „einen brutalen Angriff auf friedliche Demonstranten an der Residenz des türkischen Botschafters“ gehandelt zu haben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Paul Kersey

22.05.2017, 17:33 Uhr

Die Türken sind einfach coole Säue.
Knüppeln in USA erst die Demonstranten nieder und bestellen jetzt mal eben so den US Botschafter ein, weil die US Sicherheitskräfte sich erdreistet haben auf amerikanischem Grund und Boden einzugreifen. So macht man das!

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