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13.04.2014

20:15 Uhr

Nach Erdogans Sperre

Twitter-Vertreter wollen mit Türkei verhandeln

„Twitter ist ein Steuerhinterzieher“, behauptete der türkische Regierungschef Erdogan und ließ das soziale Netzwerk sperren. Am Montag wollen sich Unterhändler des Online-Diensts mit Regierungsvertretern treffen.

Anfang April stufte das Oberste Gericht der Türkei das Twitter-Verbot als illegal ein. AFP

Anfang April stufte das Oberste Gericht der Türkei das Twitter-Verbot als illegal ein.

New YorkNach der vorübergehenden Sperrung des Online-Kurzbotschaftendienstes Twitter in der Türkei wollen Twitter-Vertreter vor Ort mit der türkischen Regierung sprechen. Ein Twitter-Sprecher bestätigte am Sonntag entsprechende Pläne. Laut türkischen Medienberichten soll das Treffen am Montag stattfinden.

Die Regierung in Ankara hatte den Zugang zu Twitter am 20. März nach dort veröffentlichten Korruptionsvorwürfen gegen das Umfeld von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan sperren lassen. Anfang April stufte das Oberste Gericht des Landes das Verbot als illegal ein. Der Online-Dienst ist mittlerweile wieder zugänglich.

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Erdogan hat es mit seinen Gerichten nicht leicht: Erst vergangene Woche hatte das Gericht die von der Regierung erlassene Zugangssperre zu Twitter aufgehoben. Nun stornieren Richter die Machtbefugnisse der Regierung.

Am Samstag warf Erdogan Twitter Steuerbetrug vor. „Twitter, YouTube und Facebook sind internationale Unternehmen zur Erzielung von Profit. Twitter ist gleichzeitig ein Steuerhinterzieher. Dagegen werden wir vorgehen“, drohte der Regierungschef. Die Twitter-Sperre war international als Verstoß gegen die freie Meinungsäußerung kritisiert worden. Unzähligen Nutzern gelang es jedoch, die Blockade des Zugangs technisch zu umgehen.

Von

afp

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