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24.08.2014

22:04 Uhr

Nach Erschießungen in Ferguson

Obama prüft Ausstattung von Polizisten mit Militärgerät

Die Unruhen laufen seit Wochen, die Bevölkerung wehrt sich nach der Erschießung von Michael Brown gegen das als Willkür empfundene Vorgehen der Polizei in Ferguson. Nun reagiert auch Präsident Obama.

Sie wollen Gerechtigkeit und weniger militärisches Auftreten der Behörden vor Ort: Demonstranten in der US-Stadt Ferguson. ap

Sie wollen Gerechtigkeit und weniger militärisches Auftreten der Behörden vor Ort: Demonstranten in der US-Stadt Ferguson.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama lässt nach den Auseinandersetzungen in Ferguson die Ausstattung örtlicher Polizisten mit militärischer Ausrüstung überprüfen. Das berichteten die „Washington Post“ und die „New York Times“ am Samstag unter Berufung auf Regierungsbeamte.

In der US-Kleinstadt hatte es nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager am 9. August wiederholt schwere Unruhen gegeben. Die Polizei in Ferguson war bei den Demonstrationen mit schwerer Schutzausrüstung, gepanzerten Fahrzeugen und Sturmgewehren aufgetreten, wie sie US-Soldaten im Irak und Afghanistan tragen. Diese „Militarisierung“ der Polizei hatte verbreitet Kritik ausgelöst.

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Die Proteste nach den tödlichen Schüssen auf Michael Brown kühlen allmählich ab. Die Nationalgarde beendet ihren Einsatz in Ferguson. Anwohner befürchten derweil weitere Proteste, sollte es zu keiner Anklage kommen.

Den Berichten zufolge geht es bei der Überprüfung um ein Bundesprogramm, nach dem städtische Polizeiabteilungen seit Jahren unter anderem mit Zelten, Flugzeugen, gepanzerten Fahrzeugen, Granatenwerfern und anderen Waffen aus Militärbeständen versorgt werden. Untersucht werde jetzt, ob dieses Programm „angemessen“ sei und die Empfänger für den Umgang mit der Ausrüstung gut genug ausgebildet worden seien.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Geraldo Gato

25.08.2014, 17:08 Uhr

Das ist wohl der Wert heutiger "Demokratien" ® :
Solange sich die Schafe wohlverhalten, dürfen sie sich in der Schauspieldemokratie gut aufgehoben fühlen mit Wählen und so (wobei die Kandidaten immer vom selben Kartell kommen...),
wenn die Schafe dann wirklich mal ihre Rechte einfordern, dann kommt der Schäferhund.

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