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01.12.2014

19:54 Uhr

Nach Ferguson-Unruhen

Obama will mehr Körperkameras bei Polizisten

Die Unruhen in Ferguson haben die USA aufgeschreckt. Polizeigewalt gegen Schwarze ist wieder ein Thema. Endlich reagiert US-Präsident Obama. Er will nun mehr Polizisten mit Kameras ausrüsten, die ihr Verhalten festhalten.

US-Präsident Barack Obama: Der erste afroamerikanische Präsident der USA hat sich mit einer Reaktion zu den Unruhen Ferguson Zeit gelassen. dpa

US-Präsident Barack Obama: Der erste afroamerikanische Präsident der USA hat sich mit einer Reaktion zu den Unruhen Ferguson Zeit gelassen.

WashingtonNach den Protesten in Ferguson gegen tödliche Polizeischüsse auf einen schwarzen Teenager will Präsident Barack Obama mehr Beamte mit Kameras am Körper ausrüsten. Auch die zunehmende Ausrüstung der Polizei mit Kriegsgerät steht auf dem Prüfstand.

Obama wolle die Anschaffung der Körperkameras in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 75 Millionen Dollar (60 Millionen Euro) unterstützen, teilte das Weiße Haus am Montag mit. Bei Beratungen des Präsidenten mit seinem Kabinett über die Lage in Ferguson sei es auch um die Praxis gegangen, Polizisten mit militärischer Ausrüstung auszustatten.

Binnen 120 Tagen solle eine Reform der Praxis erarbeitet werden. Bereits im August hatte Obama eine Überprüfung des Programms angeordnet, das Gemeinden erlaubt, Schusswaffen oder gepanzerte Fahrzeuge vom Pentagon zu kaufen.

Ein weißer Polizist hatte am 9. August den Jugendlichen Michael Brown nach einer Auseinandersetzung in Ferguson erschossen. Die Stadt mit rund 20.000 Einwohnern ist faktisch ein Teil der Metropole St. Louis im US-Staat Missouri. Der Tod des 18-Jährigen löste schwere Unruhen aus. Als vergangene Woche Geschworene entschieden, dass der Todesschütze nicht angeklagt wird, kam es erneut zu Krawallen.

Obama wollt noch mit Bürgerrechtlern, Polizisten, Geistlichen und Lokalpolitikern über Möglichkeiten reden, das Vertrauen zwischen der schwarzen Bevölkerung und der Polizei und Justiz zu stärken. Dafür will Obama insgesamt mehr als 260 Millionen Dollar bereitstellen. Zudem soll eine Projektgruppe Lösungen erarbeiten.

Von

dpa

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