Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.05.2017

17:01 Uhr

Nach G7-Gipfel

Gabriel spricht USA Führungsrolle ab

Außenminister Sigmar Gabriel hat den USA unter Präsident Donald Trump die Führungsrolle in der westlichen Wertegemeinschaft abgesprochen. Der G7-Gipfel sei „ein Signal für die Veränderung im Kräfteverhältnis in der Welt“.

Der Außenminister fand wie Kanzlerin Merkel klare Worte nach dem missglückten G7-Gipfel. dpa

Sigmar Gabriel (SPD)

Der Außenminister fand wie Kanzlerin Merkel klare Worte nach dem missglückten G7-Gipfel.

BerlinNach dem weitgehend gescheiterten G7-Gipfel hat Außenminister Sigmar Gabriel den USA unter Präsident Donald Trump die Führungsrolle in der westlichen Wertegemeinschaft abgesprochen. Der SPD-Politiker sprach am Montag in Berlin von einem „Ausfall der Vereinigten Staaten als wichtige Nation“. Es habe sich am Wochenende nicht nur um einen missglückten G7-Gipfel gehandelt. „Das ist leider ein Signal für die Veränderung im Kräfteverhältnis in der Welt“, sagte Gabriel nach einem Treffen mit Vertretern internationaler Organisationen zur Flüchtlingskrise. „Der Westen wird gerade etwas kleiner.“

Gabriel sagte, die USA seien ein Land, das „in der Vergangenheit eine Führungsrolle übernommen“ habe. Er warf der Regierung Trumps vor allem vor, die Durchsetzung nationaler Interessen über die internationale Ordnung zu stellen. Er kritisierte aber auch die US-Haltung zum Klimaschutz. Für ein verheerendes Zeichen hält Gabriel, dass Trump auf seiner ersten Auslandsreise zuerst nach Saudi-Arabien gereist sei. Dort habe er einen milliardenschweren Waffendeal abgeschlossen und die Menschenrechtslage nicht angesprochen.

US-Reaktionen auf Merkel-Rede: „Das Ende einer Ära amerikanischer Führung“

US-Reaktionen auf Merkel-Rede

„Das Ende einer Ära amerikanischer Führung“

Im bayrischen Bierzelt ruft Angela Merkel die Europäer zu mehr Eigenständigkeit auf. Ihre Aussagen werden auch in den USA ernstgenommen. „Merkel beginnt damit, eine neue EU zu formen“, heißt es. Die Reaktionen.

Der Vizekanzler sieht wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine stärkere Rolle Europas als notwendige Konsequenz aus der US-Politik. Man müsse mehr für den Zusammenhalt Europas tun. „Nur dann werden wir die Kraft haben weltpolitisch glaubwürdig ein Akteur zu sein“, sagte er. „Meine feste Überzeugung ist, dass wir als Europäer stärker werden müssen und alles daran setzen werden, die Vereinigten Staaten von Amerika eines Tages wieder zurückzuholen in diese Idee des Westens.“

Gabriel wies darauf hin, dass andere Länder versuchten, das Machtvakuum zu schließen. „Wir erleben gerade, dass dort, wo sich jemand zurückzieht aus internationalen Verträgen, andere eintreten - zum Beispiel China“, sagte Gabriel. Das Problem sei aber, dass China versuche, andere Standards zu etablieren.

Von

dpa

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Spiegel

29.05.2017, 17:40 Uhr

Leute die nicht gesellschaftsfähig sind, sollte man nicht in die Zeitung bringen. Was soll das Ausland denken ?

Frau Edelgard Kah

29.05.2017, 17:47 Uhr

Natürlich ist die SPD eine Weltmacht, rangiert politisch, wirtschaftlich und militärisch weit vor den USA. Und natürlich gilt die Meinungsfreiheit auch für unseren allseits hochverehrten Herrn Außenminister. Aber vielleicht würde ihm der Verzicht auf Kraftmeierei und Imponiergehabe überhaupt nicht schaden. Vielleicht würden ihm die Wähler weniger aufreizende Statements und ein Schuß Zurückhaltung und Bescheidenheit sogar besonders honorieren.

Herr Eric Boule

29.05.2017, 18:06 Uhr

Was ist los mit Europa? Wie macht man sich unbeliebt?Wie isoliert man sich? EU-Eliten sind eine Mischung geworden aus Populismus und Machterhalt.
Einmal war Europa tolerant+vielseitig,viele unterschiedliche Voelker,auch Politiker waren flexible im Geist.Heutzutage formen EU-Politiker eine EinheitsClique,es gibt keine Toleranz mehr,Abweichler werden sofort eliminiert/isoliert.Man hat fast keine gute Verbindungen mehr m groesseren Laendern/Staaten m viel Einfluss i/d Welt.Ruinierte Verbindungen gibt es mit Afrika(EPAS+Fluechtlinge), Russland(Sanktionen,AtomKriegsgefahr),Tuerkei(Kriegspartner inSyrien),China(Menschenrechte),USA(Trump),England(Brexit),Weissrussland(EUzahlung v Aufstaendischen),NahOst(Dauerkriege),Syrien(Assad,Rohstoffe),Lybien(EUCoupD’etat).Auch im eigenen Kontinent Europa werden viele Laender diskriminiert/isoliert wie Ungarn,Polen,Tschechien,Griechenland,usw.EU-Elite=dabei Volksabstimmungen zuverbieten+Ueberwachung d Buerger durchzufuehren.Der Gipfel sind Juncker der USA/Bundesstaaten aufruft die USA zu verlassen.,oder geheime TTIPverhandlungen,TurkeiWahlen wobei nur AntiErdogan Wahlkampf erlaubt ist

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×