Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.10.2011

22:41 Uhr

Nach Gaddafis Tod

Nato stellt Luftangriffe in Libyen ein

Die siebenmonatige Angriffswelle der Nato soll Ende Oktober beendet werden. Der Einsatz hat zum Ende des Gaddafi-Regimes beigetragen - jetzt muss das Land eine neue Demokratie aufbauen.

Libyer feiern den Tod Muammar el Gaddafis. dapd

Libyer feiern den Tod Muammar el Gaddafis.

BrüsselEinen Tag nach dem Tod des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi hat sich die NATO am Freitag auf ein Ende des Libyen-Einsatzes am 31. Oktober geeinigt. Das gab NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am späten Abend nach einem Treffen des NATO-Rats in Brüssel bekannt. Das Ende der seit sieben Monaten anhaltenden Luftangriffe soll in der kommenden Woche formell beschlossen werden.

Vor der Einigung gab es allerdings bis in den Abend starken Widerstand. Einige Bündnispartner hielten es „für politisch nicht geboten“, unmittelbar nach dem Tod Gaddafis den Einsatz zu beenden, verlautete aus Diplomatenkreisen. Sie wollten zunächst eine Erklärung abwarten, die der Nationale Übergangsrat am Samstag zur Zukunft Libyens abgeben wolle.

Schon in den vergangenen Wochen hatte Rasmussen immer wieder betont, das Bündnis werde die Luftangriffe auf die letzten Anhänger Gaddafis stoppen, sobald von ihnen keine Bedrohung mehr für die Zivilbevölkerung ausgehe. Mit weit mehr als tausend Angriffen auf Stellungen und Waffenlager von Gaddafis Streitkräften hatte die Militärallianz den Sieg der Rebellen gegen das zermürbte Regime überhaupt erst ermöglicht.

Einer der Angriffe soll auch zur späteren Ergreifung des Diktators geführt haben. Der Luftschlag habe am Donnerstagmorgen den Fahrzeug-Konvoi Gaddafis getroffen, als dieser aus seiner von den Rebellen belagerten Heimatstadt Sirte fliehen wollte, hieß es in einer NATO-Mitteilung vom Freitag. Zu diesem Zeitpunkt sei jedoch nicht bekannt gewesen, dass sich Gaddafi in einem der gepanzerten Wagen befand. Dies habe das Bündnis erst später „durch offen zugängliche Berichte und nachrichtendienstliche Informationen von Verbündeten“ erfahren. Der Angriff diente laut NATO allein dem Schutz der Zivilbevölkerung gemäß UN-Mandat. Gezielte Angriffe auf Einzelpersonen fänden grundsätzlich nicht statt.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

21.10.2011, 22:34 Uhr

.
Scheiße daß man nicht immer gleich ein Millitärregime zu Händen hat, wenn man eines braucht das man zuvor ordentlich bewaffnet hatte.
.

Account gelöscht!

21.10.2011, 22:49 Uhr

.
Was bin ich dem Bush dankbar, daß er den geistigen Durchschnittshorizont seiner Bevölkerung nicht überbieten konnte. Solche Nullnummern in der Geschichte gab es aber häufig. Scheint an dem Brot und den Spielen zu liegen, daß solchen Kaspern scheinbar auch schmeckt.

Die westliche Kaspergesellschaft, zu welchen Schanden wird sie die Menschengemeinschaft noch führen ?
.

Alphawoelfchen

22.10.2011, 02:13 Uhr

Zum Verständnis:

1. Rebellen = Zivilbevölkerung

2. Gaddafi-Getreue = zur Vernichtung freigegeben

3. Menschenrechte = unbekannt

4. Bombardierung = gut, trifft nur Böse - keine Schäden

5. Kriegsgefangene = gibt es nicht ( siehe 2 + 3)


Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×