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19.06.2014

09:54 Uhr

nach Giftspritzenskandal

Dritte Hinrichtung in 24 Stunden

Noch im Mai setzte das Oberste Gerichtshof der USA eine Reihe von Todesurteilen aus. Die aufgeschobenen Todesurteile werden nun vollstreckt – drei allein in den vergangenen 24 Stunden.

Washington

Eine Todeszelle in einem Gefängnis: Das Vollstreckung der Todesstrafe wird in den USA nach einer kurzen Pause wieder angewendet. dpa

Eine Todeszelle in einem Gefängnis: Das Vollstreckung der Todesstrafe wird in den USA nach einer kurzen Pause wieder angewendet.

US-Bundesstaat Florida ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Es war die dritte Hinrichtung in einem Bundesstaat binnen 24 Stunden. Der 63-Jährige hatte 1985 seine Frau und deren kleinen Sohn erstochen, wie die „Tampa Bay Times“ berichtete. Der Oberste Gerichtshof habe vor der Hinrichtung am Mittwochabend (Ortszeit) einen Einspruch der Anwälte abgelehnt.

In Missouri war in der Nacht zu Mittwoch ein wegen zweifachen Mordes verurteilter Mann getötet worden. In Georgia wurde am Dienstagabend ein verurteilter Mörder mit einer Giftspritze hingerichtet.

Hinrichtungen weltweit 2013

China

Mehr als 1000 (unbestätigte Anzahl)

Quelle: Amnesty International

Iran

369 (Amnesty geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hingerichteten höher ist)

Irak

169 (Amnesty geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hingerichteten höher ist)

Saudi-Arabien

79 (Amnesty geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hingerichteten höher ist)

USA

39

Somalia

34 (Amnesty geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hingerichteten höher ist)

Sudan

21 (Amnesty geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hingerichteten höher ist)

Jemen

13 (Amnesty geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Hingerichteten höher ist)

Er war der erste Hingerichtete in den USA, seit ein Häftling Ende April in Oklahoma qualvoll starb. Damals rang der 38 Jahre alte Todeskandidat mehr als 40 Minuten mit dem Tod, weil nicht alle Chemikalien die Blutbahn erreichten. Er starb schließlich an einem Herzinfarkt. Der Fall erregte US-weit Aufsehen, in einigen Staaten wurden die Exekutionen daraufhin verschoben.

Hintergrund sind Schwierigkeiten, die eingesetzten Substanzen in den USA zu bekommen. Europäische Hersteller weigern sich, die Chemikalien für Tötungen bereitzustellen. Mehrere US-Staaten greifen daher auf neue Mischungen zurück. Bei der Hinrichtung in Georgia galt erstmals ein Gesetz, das Stillschweigen über die Herkunft der gespritzten Substanzen vorschreibt.

Von

dpa

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