Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.06.2012

00:31 Uhr

Nach Gottesdienst

Tote bei Anschlägen auf Kirchen in Nigeria

Im gewalttätigen Kampf zwischen Christen und Muslimen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas gab es am Sonntag Tote. Militante Islamisten haben zwei Kirchen angegriffen. Ein Augenzeuge spricht von „vielen Toten“.

Die Ruine der Kirche in Jos. AFP

Die Ruine der Kirche in Jos.

Jos/MaiduguriMilitante Islamisten haben am Sonntag zwei Kirchen im Norden Nigerias angegriffen. In Biu Town stürmten Bewaffnete die Kirche und schossen auf die Gläubigen. Ein Augenzeuge sagte: „Viele Menschen wurden getötet und verletzt.“ Die Polizei sprach von einer Toten.

In Jos, der Hauptstadt des Bundesstaates Plateau, riss ein Selbstmordattentäter fünf Menschen mit in den Tod, als er seinen Sprengsatz nach dem Gottesdienst am Kirchenausgang zündete.

Mehr als 52 Gläubige wurden nach Polizeiangaben verletzt, darunter nach Medienberichten auch der Pastor und seine Familie. Die Kirche im Zentrum von Jos sei bei der Explosion zerstört worden.

In Nigeria liegen die Opferzahlen der Behörden häufig unter denen von Augenzeugen. Zu beiden Anschlägen bekannte sich die radikal-islamische Sekte Boko Haram. „Wir werden damit fortfahren, bis wir unser Ziel erreichen“, sagte ein Sprecher der Gruppe.

Bereits in der Vergangenheit gab es bereits zahlreiche Anschläge auf Christen, zu denen sich meist Boko Haram bekannte. Der Anführer der Gruppe, Abubakar Shekau, rechtfertigt dies damit, dass Rache für die Ermordung von Muslimen in anderen Gebieten Nigerias genommen werde.

Nigeria: Mindestens 36 Tote bei Anschlag auf Christen

Nigeria

Mindestens 36 Tote bei Anschlag auf Christen

Der Explosion ging eine Verfolgungsjagd mit der Polizei voraus.

Erst am Montag hatte sich Boko Haram zu einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche bekannt, bei dem zwölf Menschen ums Leben gekommen waren. Die Sekte hat Verbindungen zu anderen islamistischen Gruppen in der Region, darunter Al-Kaida.

Nigeria ist mit mehr als 160 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Der Anteil von Christen und Muslimen ist weitgehend ausgeglichen, allerdings gibt es regionale Unterschiede: Der Islam dominiert den Norden, das Christentum den Süden.

Boko Haram will im Norden einen muslimischen Staat errichten, in dem die Scharia befolgt wird. Die wichtigsten Ölfelder von Afrikas größtem Produzenten befinden sich im Süden des Landes.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

plonkpirat

11.06.2012, 04:47 Uhr

EIn bisschen mehr Wahrheit kann nicht schaden und sorgt für ein klareres Bild. Es gab keine Toten bei Anschlägen auf Kirchen in Nigeria, sondern in nigerianischen Kirchen wurden Christen bestialisch ermordet. Der gewalttätige Kampf ZWISCHEN Christen und Muslimen ist in Wirklichkeit der gewalttätige Kampf der Muslime GEGEN die Christen, mit dem Ziel einen islamischen Staat in einem Teil des Landes zu errichten. [...]
[+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

Novaris

11.06.2012, 07:40 Uhr

@plonkpirat
Dieser gewisse Herr ALLAH ist n i c h t der Gott der Christen !!!!

Numismatiker

11.06.2012, 09:11 Uhr

In Nigeria zeigt sich zum wiederholten Mal, wie friedlich der Islam wirklich ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×