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25.11.2011

20:30 Uhr

Nach Herabstufung

Ungarn senkt Wachstumsprognose

Nachdem die Bonität Ungarns von der Ratingagentur Moody's auf Rammschniveau gesenkt wurde, hat die Regierung ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum angepasst. Erwartet werden nur noch 0,5 Prozent.

Der ungarische Forint hat zuletzt merklich an Wert verloren. dpa

Der ungarische Forint hat zuletzt merklich an Wert verloren.

BudapestNach der Rückstufung Ungarns auf Ramschniveau durch die Ratingagentur Moody's hat die Regierung die Wachstumserwartungen für 2012 drastisch nach unten korrigiert. Wirtschaftsminister György Matolcsy gab zu, dass sein Land im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von nur 0,5 bis 1,0 Prozent erwarten könne. Das bisher erwartete Wachstum von 1,5 Prozent 2012 sei „nicht realistisch“, sagte Matolcsy am Freitagabend nach einer Krisensitzung mit Ministerpräsident Viktor Orban und Wirtschaftsexperten.

Matolcsy begründete die Korrektur seiner Prognose mit einem möglichen verlangsamten Wachstum in Deutschland, von dessen Konjunktur die ungarischen Exporte abhängen. Die EU und Finanzinstitutionen hatten schon vor Wochen erklärt, Ungarn habe 2012 allenfalls ein Wachstum von 0,5 Prozent zu erwarten, jedoch hatte Budapest bislang auf der Prognose von plus 1,5 Prozent beharrt.

Zum Befund von Moody's sagte Matolcsy, er und die Expertenrunde sei zu dem Schluss gekommen, dass die „Fundamente“ der ungarischen Wirtschaft die Rückstufung der Kreditwürdigkeit „nicht rechtfertigen“. Uneinig sei sich die Expertenrunde darüber gewesen, ob ein „spekulativer Angriff“ der Grund gewesen sei, sagte der Minister weiter. Matolcsys Ministerium hatte am Freitagmorgen die Moody's-Bewertung in einer Pressemitteilung mit Machenschaften von Wechselkurs-Spekulanten und weiteren nicht näher genannten externen Faktoren erklärt.

In der Nacht zum Freitag hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Ungarns um eine Stufe von „Baa3“ auf „Ba1“ gesenkt und damit auf Ramschniveau. Hintergrund ist die hohe Staatsverschuldung Ungarns. Erst vor kurzem hatte das Land den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die EU um Finanzhilfe gebeten. Ungarn ist Mitglied der EU, gehört aber nicht zur Euro-Zone.

Kommentare (2)

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Mazi

25.11.2011, 17:42 Uhr

Die EU sollte keinen Job erledigen wollen, von dem sie keine Ahnung und letztlich für den sie keine Mitarbeiter hat. Betrachten Sie sich doch nur Herrn Barroso.

Die EU Commission verfolgt Staaten mit drastischen Mitteln, wenn sie Unternehmen tatkräftig unter die Arme greifen, wenn selbige nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu helfen.

Weshalb und mit welchem Recht betreibt man also doppeltes, unehrliches Spiel? Oder ist es nur die Unfähigkeit der handelnden Akteure.

Contra

25.11.2011, 23:28 Uhr

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Die verbrecherischen Amis wissen ,daß Ungarn die Euro-Währung nicht hat .

Hauptsache ist hier ein Finanzchaos zu erzeugen .Im eigenen Land herrscht nur noch Depression durch ihre
Megainflation .

Die FED druckt Geld in Massen ohne einen Gegenwert !

Die USA sind ein Verbrecherstaat , denen jedes Mittel recht ist !

Im eigenen Land verhungern die armen Menschen u. die
gierigen Supperreichen horten horrende Vermögen .

Eines Tages werden sie sich selbst zerstören .
Das Recht hat immer noch das Unrecht besiegt !!!

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