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04.07.2015

16:04 Uhr

Nach IS-Anschlag

Tunesischer Präsident verhängt Ausnahmezustand

Eine Woche nach dem Anschlag auf ein Hotel gilt in Tunesien der Ausnahmezustand. Islamistische Gewalt nimmt in dem Land seit Jahren zu – zum jüngsten Anschlag hat sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannt.

Bei einem Anschlag auf das Strandhotel sind 38 Menschen getötet worden. dpa

Soldaten im Riu-Hotel „Imperial Marhaba“ in Sousse

Bei einem Anschlag auf das Strandhotel sind 38 Menschen getötet worden.

TunisEine Woche nach dem Anschlag auf ein Strandhotel in Tunesien hat die tunesische Staatsführung den Ausnahmezustand verhängt. Präsident Béji Caid Essebsi habe den Ausnahmezustand erklärt und werde am Nachmittag eine Rede an die Nation halten, verlautete am Samstag aus der Pressestelle des Präsidentenamtes in Tunis.

Ein 23-jähriger Attentäter hatte am Freitag vergangener Woche vor einem Strandhotel nahe Sousse 38 Menschen erschossen, bevor er selbst getötet wurde. Unter den Opfern waren auch zwei Deutsche. Zu dem Anschlag bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Das Attentat auf das Hotel Riu Imperial Marhaba war das bislang blutigste in der Geschichte Tunesiens.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Zine El Abidine Ben Ali im Januar 2011 hat die islamistische Gewalt in dem nordafrikanischen Land deutlich zugenommen. Viele junge Tunesier ziehen offenbar aus Frust über mangelnde Perspektiven in den „Heiligen Krieg“. Mehr als 3000 Tunesier sollen sich bereits islamistischen Milizen im Irak, in Syrien und im Nachbarland Libyen angeschlossen haben.

Von

afp

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