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04.12.2015

14:56 Uhr

Nach IS-Vertreibung

UN entdeckt Massengräber im Irak

In einer Stadt im Nordirak sind nach Angaben der Vereinten Nationen eine Reihe von Massengräbern entdeckt worden. Kurdische Kämpfer hatten den IS aus der Stadt vertrieben. die näheren Umstände sind noch unklar.

In Sindschar im Norden den Irak sind Massengräber entdeckt worden. dpa

Soldaten im Irak

In Sindschar im Norden den Irak sind Massengräber entdeckt worden.

ErbilNahe der nordirakischen Stadt Sindschar sind nach der Vertreibung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) UN-Angaben zufolge 16 Massengräber gefunden worden. Es sei unklar, wie viele Leichen in den Gräbern lägen, sagte eine Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte am Freitag. Unbekannt war zudem, ob in der Zahl die bisher entdeckten fünf Gräber enthalten sind.

IS-Kämpfer hatten Sindschar im August 2014 überrannt und viele Angehörige der dort lebenden religiösen Minderheit der Jesiden getötet oder versklavt. Erst im November hatten kurdische Kämpfer den IS vertreiben können. Die Stadt mit dem gleichnamigen Gebirge liegt rund 50 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt und ist wegen einer nahe gelegenen, großen Straße strategisch wichtig. Diese verbindet die zwei größten Hochburgen des IS – Rakka in Syrien und Mossul im Norden des Iraks.

Berichte über fünf entdeckte Massengräber in und um Sindschar gab es bereits Ende November. Der Bürgermeister der Stadt, Mahma Chalil, brachte noch eine andere Zahl ins Spiel und sagte der Nachrichtenagentur AP, bisher seien 17 Gräber in den Außenbezirken von Sindschar entdeckt worden. Details dazu oder zur geschätzten Zahl der dort Begrabenen gab er nicht.

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Von

ap

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