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16.01.2008

21:37 Uhr

Nach Korruptionsvorwürfen

Prodi lehnt Rücktritt des Justizministers ab

Italiens Ministerpräsident Romano Prodi hat den Rücktritt seines Justizministers Clemente Mastella abgelehnt. Hintergrund sind Korruptionsermittlungen gegen die Frau des Ministers.

HB ROM. Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi hat am Mittwoch den Rücktritt des Justizministers seiner Mitte-links-Koalition abgelehnt. Clemente Mastella hatte zuvor wegen Korruptionsermittlungen gegen seine Frau seine Demission angekündigt. Die Nachrichtenagentur ANSA meldete später, dass auch gegen den Minister ermittelt werde. Dessen zentristische Partei Union der Demokratie für Europa wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Ein Rücktritt Mastellas wäre zwar ein Schlag für die Koalition, hätte aber nach Ansicht von Beobachtern keine Auswirkungen auf den Fortbestand des Bündnisses. Nach der Ablehnung seines Rücktritts durch den Ministerpräsidenten erklärte Mastella, er werde über seine weiteren Schritte nachdenken.

Mastellas Frau wies die Korruptionsvorwürfe zurück. Der Minister nannte die Ermittlungen einen „gewaltsamen und unfairen Angriff“. Dies sei ein weiterer Versuch, ihn wegen seiner Bemühungen um eine Reform des Justizwesens zu diskreditieren.

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