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19.03.2014

07:03 Uhr

Nach Krim-Eingliederung

Hunderttausende Russen feiern Putin

Auf dem Roten Platz in Moskau bejubeln über hunderttausend Menschen die russische Annexion der Krim. Die USA drohen mit weiteren Sanktionen. Auch die EU berät über eine „geeinte europäische Antwort.“

Putin spricht vor Parlament

„Der Westen hat eine rote Linie überschritten“

Putin spricht vor Parlament: „Der Westen hat eine rote Linie überschritten“

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MoskauHunderttausende haben in Russland die Eingliederung der Krim gefeiert. Allein auf dem Roten Platz in Moskau versammelten sich rund 120 000 Menschen zu einem Konzert, wie das Innenministerium mitteilte. Allen Protesten und Strafmaßnahmen des Westens zum Trotz hatte Präsident Wladimir Putin am Dienstag den Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Halbinsel in die Russische Föderation unterzeichnet. Ein Zwischenfall mit zwei Toten schürte Ängste vor einer bewaffneten Auseinandersetzung.

Die Krim sei immer ein Teil Russlands gewesen, begründete Putin in einer Rede an die Nation sein Vorgehen. Die große Mehrheit der Russen und der Krim-Bewohner sei für den Anschluss. Auch Vertreter der prorussischen Krim-Führung setzten in Moskau ihre Unterschriften unter das Dokument. Die Zustimmung des russischen Parlaments zu dem Schritt steht noch aus, gilt aber als sicher und wird noch diese Woche erwartet.

Wladimir Putin über...

... mögliche Militäraktionen in der Ukraine:

„Russland erwägt keinen Anschluss der Krim.“

„Was den Einsatz von Streitkräften angeht: Bisher gibt es eine solche Notwendigkeit nicht.“

„Russland behält sich das Recht vor, alle vorhandenen Mittel zu nutzen, sollte es in östlichen Regionen der Ukraine zu Willkür kommen.“

„Meine Entscheidung über einen Militäreinsatz in der Ukraine wird völkerrechtlich legitim sein.“

„Russland hat keine Absicht, Krieg gegen das ukrainische Volk zu führen.“

... Sanktionsforderungen

„Drohungen an die Adresse Russlands sind kontraproduktiv und schädlich.“

... den G8-Gipfel in Sotschi:

„Wenn die anderen nicht anreisen wollen, müssen sie das nicht tun.“

... über den Sturz Janukowitschs:

„Janukowitsch bleibt gesetzmäßiger Präsident der Ukraine. Er wurde in einem ungesetzlichen Verfahren seines Amtes enthoben.“

„In der Ukraine hat es einen verfassungswidrigen Umsturz und eine bewaffnete Machtergreifung gegeben.“

„Ich denke, er hat keine politische Zukunft mehr.“

„Janukowitsch ist wohlauf und wird sich noch bei der Beerdigung derjenigen erkälten, die ihm jetzt Böses wünschen.“

(Putin über Medienberichte, der entmachtete ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch sei tot)

... die US-amerikanische Ukraine-Politik:

„Ich habe manchmal den Eindruck, dass hinter dem großen Teich eine Art Laborant in Amerika sitzt und Experimente macht, wie mit Ratten, ohne die Folgen seines Handelns zu begreifen.“

USA, EU, Nato und die Ukraine verurteilten die Annexion ukrainischen Territoriums und wollen den Schritt nicht anerkennen. Die USA drohen Russland mit weiteren Sanktionen, Kanzlerin Angela Merkel beriet erneut mit US-Präsident Barack Obama. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach von einen „gefährlichen Weg“, den Russland beschreite.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärten, die Staats- und Regierungschefs der EU würden bei ihrem Gipfel am Donnerstag und Freitag „eine geeinte europäische Antwort“ beschließen. Neben den verhängten Sanktionen setze die EU weiter auch auf Dialog, sagte Merkel in Berlin. In der schwersten Krise seit Ende des Kalten Krieges hatten EU und USA Kontosperrungen und Einreiseverbote für Funktionäre in Russland und auf der Krim beschlossen. Auch Japan verhängte Sanktionen.

Kommentare (2)

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19.03.2014, 08:05 Uhr

Was die Sanktionen betrifft , haut die USA und EU Putin aufs Mau... und sagt: Siehe Wlademir ,wir wollen doch nur reden. Aber Putin weis das 200 Milliarden Euro pro Jahr durch Handel in die EU gehen und viele Länder brauchen das Geld. Also was bleibt? Krieg? ...richtig man bereitet den Krieg erst einmal so vor, dass die Ukraine aufgestachelt wird gegen Russland und Medien,Nachrichten sind bei uns so aufgebaut, dass Worte wie Spannungen, Explosiv,Gefährlich,erste Tote Soldaten, der Deutschen Bevölkerung suggerieren, dass auf der Krim die Hölle los ist. Gerade Deutsche Politiker , die Völkerrechtswidrig große Deutsche und Polnische Ostgebiete gegen den Willen der Bürger in der DDR und BRD verramscht haben , kämpfen jetzt für die Einheit der Ukraine? Wo im Osten und im Westen Politiker gegen die Wiedervereinigung waren und es heute immer noch sind? Lächerlich ..das Glauben auch nur die ganz Verblendeten.
Fragt doch mal Putin wann Ostpreussen wieder nach Deutschland kommt. Dafür hätte er sicher Verständniss wenn man ihn von hier nicht so angreifen würde. Die EU Wahl die auch keine ist, muss ein Signal setzen gegen Kriegstreiber bei uns.

Account gelöscht!

19.03.2014, 08:23 Uhr

Vielleicht braucht die Menschheit einen neuen Start. Zurück in die Steinzeit.

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