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15.01.2017

21:45 Uhr

Nach Kritik an Geheimdiensten

Scheidender CIA-Direktor hält Trump-Tweets für Sicherheitsrisiko

Der scheidende CIA-Direktor John Brennan hat Trump wegen seiner Vorliebe für eine Meinungsäußerung via Twitter kritisiert. Trump habe außerdem noch nicht vollständig begriffen, welche Bedrohung Russland für die USA darstelle.

Der scheidende CIA-Direktor John Brennan kontert nach Trumps Kritik an den Geheimdiensten. AP

John Brennan

Der scheidende CIA-Direktor John Brennan kontert nach Trumps Kritik an den Geheimdiensten.

Washington Der scheidende CIA-Direktor John Brennan hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump wegen dessen Kritik an den Geheimdiensten angegriffen. Wenige Tage vor der Amtseinführung von Trump warnte Brennan den Republikaner am Sonntag in einem Interview mit dem Sender „Fox News“, Russland nicht zu schnell freizusprechen. Trump müsse beachten, was er sage - und stets die Konsequenzen bedenken. „Spontaneität ist nichts, was nationale Sicherheitsinteressen schützt.“ Es gehe nicht nur um die Person Trump. „Es geht um die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Trumps spontanes Twittern und seine Impulsivität seien nicht im Interesse der nationalen Sicherheit. Der 70-Jährige müsse verstehen, dass er eine Gelegenheit bekomme, etwas für die nationale Sicherheit zu tun, das im Gegensatz zu „Reden und Twittern“ stehe, sagte Brennan. Trump habe außerdem noch nicht vollständig begriffen, welche Bedrohung Russland für die USA darstelle.

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Der milliardenschwere Immobilienunternehmer, der Ende der Woche offiziell die Nachfolge von Barack Obama antritt, ist dafür bekannt, seine Kritiker scharf und oft öffentlich über Twitter anzuprangern. Zuletzt hatte er den US-Geheimdiensten vorgeworfen, Informationen zu kompromittierenden Dossiers gegen ihn gestreut zu haben. Er warf ihnen sogar Nazi-Methoden vor. Brennan nannte diese Trump-Aussage ungeheuerlich. Es sende kein gutes Signal in die Welt, wenn der künftige Präsident seinen eigenen Geheimdiensten nicht vertraue. Trump hatte auch lange öffentlich angezweifelt, dass Russland entgegen anderslautenden Erkenntnissen der US-Dienste hinter Hackerangriffen auf die Demokratische Partei stehen könnte.

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