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13.12.2011

21:21 Uhr

Nach Kritik an Großbritannien

McAllister kritisiert deutsche Politiker

Niedersachsens Ministerpräsident McAllister zeigt Unverständnis für die Kritik deutscher Politiker an Großbritannien. Die britische Regierung hat entschieden, sich nicht am europäischen Stabilitätspakt zu beteiligen.

David McAllister kann die Kritik deutscher Politiker an Großbritannien nicht verstehen. dpa

David McAllister kann die Kritik deutscher Politiker an Großbritannien nicht verstehen.

HannoverNiedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) hat mit Unverständnis auf die Kritik deutscher Politiker an Großbritannien reagiert. Aussagen etwa, Großbritannien eine privilegierte Partnerschaft anbieten, zeugten von Arroganz und seien völlig inakzeptabel, sagte McAllister am Dienstagabend beim 22. Europaabend des norddeutschen Unternehmerverbandes AGA in Hannover

Deutschland dürfe nicht vergessen, was es Großbritannien zu verdanken habe, sagte McAllister, der neben der deutschen auch die britische Staatsbürgerschaft hat. „Großbritannien gehört zur Europäischen Union“, machte er klar und kündigte an, in der nächsten Woche politische Gespräche in London zu führen.

Nach der Entscheidung der britischen Regierung, sich nicht am neuen europäischen Stabilitätsvertrag zu beteiligen, sei es die Aufgabe deutscher Politik „die Hand auszustrecken, um Großbritannien wieder aus seiner Ecke herauszuholen“.

Von

dapd

Kommentare (12)

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Rainer_J

13.12.2011, 21:34 Uhr

Ich denke, dass deutsche Volk steht zu 80% hinter Cameron und hinter den deutschen Politikern stehen die Bilderberger!

gehtsnochschlimmer

13.12.2011, 21:54 Uhr

was der brittische Staatsbürger Mc Allister uns drögen Deutschen mit seinem oberlehrerhaften Hinweis, was Deutschland GB zu verdanken hat, weis machen will ist, wie schon bei Frau 'Thatscher die verlautbarte, I want my Monev back, und dabei ihr Handtäschchen auf den Tisch geknallt haben soll. Der Deutsche soll damals wie heute auch so in Zukunft zahlen ("wir sollsten die Hand ausstrecken").
Dumm das diese veklausulierte Forderung von einem Ministerpräsidenten kommt, der auf die deutsche Verfassung geschworen hat und nicht auf die des Vereinigten Königreichs. Er bezieht auch ein sehr hohes Gehalt das die niedersächsischen Steuerzahler aufbringen. Daran sollte er sich mal erinnern wenn er britische Forerungen vertritt.

Mazi

13.12.2011, 21:54 Uhr

McAllister verhält sich fair. Welcher demokratisch gesinnte Politiker will den Britten ein Recht verwehren, was ihnen die EU-Verträge offensichtlich in legitimerweise zugestehen. Wo sind wir eigentlich, wenn unsere Politiker alternativlose Entscheidungen auf Basis schlecht verhandelter und vergurkten Verträgen fällen und anderen die Vertragsrecht einklagen, so runter machen wollen. Solche Leute verwirken ihr Recht, uns als Volk zu vertreten.

Keiner der Politiker hat den Britten bisher Vertragsbruch vorgeworfen. Wenn dem so ist, dann bitte bei der Sache bleiben und präziese sein. Das was hier abgeht, ist eine Streitkultur auf Sandkastenniveau.

Volksvertreter müssen wissen, wann sie zu arbeiten haben und wann das Recht verwirkt ist. Auch die Bundesrepublik sollte einmal laut darüber nachdenken, aus dem Euro auszuscheren. Ob dies letztlich sinnvoll wäre, das sei dahin gestellt. Aber wach würden die anderen, die Barrosos und so.

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