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27.06.2017

16:21 Uhr

Nach Kündigung von Redakteuren

Trump attackiert Nachrichtensender CNN

CNN zieht eine Geschichte zur Russland-Affäre zurück. Drei Redakteure des Nachrichtensenders reichen daraufhin ihre Kündigung ein. US-Präsident Trump sieht sich dadurch in seinen Fake-News-Vorwürfen bestätigt.

Der amerikanische Präsident griff CNN nach den Kündigungen der Journalisten via Twitter scharf an. AP

Donald Trump

Der amerikanische Präsident griff CNN nach den Kündigungen der Journalisten via Twitter scharf an.

New YorkUS-Präsident Donald Trump hat die Kündigung dreier CNN-Journalisten für neue Angriffe auf den Nachrichtensender genutzt. Die drei hatten ihre Kündigung eingereicht, nachdem CNN einen Artikel zur Russland-Affäre auf der Webseite zurückgezogen hatte. „Wow, CNN musste große Story zu „Russland“ zurückziehen, drei Angestellte mussten kündigen. Was ist mit den anderen falschen Geschichten, die sie machen? Fake News!“, twitterte Trump am Dienstag.

Der Artikel, in dem es um mutmaßliche Ermittlungen eines US-Senatsausschusses zu einem Treffen des Trump-Vertrauten Anthony Scaramucci und einem russischem Geschäftsmann ging, war am vergangenen Donnerstag auf der Internetseite des Senders veröffentlicht worden. Am Freitag zog CNN den Artikel zurück, entschuldigte sich bei Scaramucci und begründete den Schritt damit, dass redaktionelle Standards nicht eingehalten worden seien. Ob in dem Artikel tatsächlich etwas falsch berichtet wurde und - wenn ja - was das war, teilte CNN zunächst nicht mit.

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Laut US-Präsident Donald Trump gibt es keinerlei Gesprächsaufzeichnungen zwischen ihm und dem ehemaligen FBI-Chef James Comey. Vor wenigen Wochen setzte Trump das Thema jedoch noch selbst via Twitter in die Welt.

Neben dem Autor des Stücks, Thomas Frank, reichten auch Eric Lichtblau, ein stellvertretender Redaktionsleiter aus dem Washingtoner Büro von CNN sowie der Leiter der Investigativabteilung, Lex Harris, ihre Kündigung ein. Sie hätten die Geschichte auf der CNN-Seite gepostet, ohne dass es die bei einer solch sensiblen Geschichte nötigen Gegenkontrollen gegeben habe, verlautete aus der Senderführung.

In dem Bericht ging es um eine angebliche Untersuchung des Ausschusses gegen Scaramucci, der sich demnach im Januar mit einem russischen Geschäftsmann getroffen haben soll. Zudem hieß es in dem Bericht, demokratische Senatoren hätten wissen wollen, ob Scaramucci gegenüber dem Russen eine mögliche Aufhebung der Sanktionen gegen Moskau angedeutet habe. Unter anderem die konservative Nachrichtenseite Breitbart News hatte den Bericht sofort nach Veröffentlichung massiv angezweifelt.

Scaramucci twitterte bereits nach der Rückziehung des Textes, dass der TV-Sender die richtige Entscheidung getroffen habe und er die Entschuldigung akzeptiere. „Jeder macht Fehler“, schrieb Scaramucci. CNN sieht sich immer wieder den Vorwürfen von Trump ausgesetzt, sogenannte Fake News zu verbreiten.

Von

ap

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