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05.12.2013

14:55 Uhr

Nach Lob von Moody's

Lichtblicke für Spanien

Die Spanische Regierung kann sich bei Investoren 3,5 Milliarden Euro leihen, die Nachfrage nach spanischen Anleihen steigt. Die IWF-Chefin lobt die Behörden für Reformen in Bankenbranche. Es geht bergauf in Spanien.

Spanien steckt nicht mehr so sehr in der Klemme wie noch vor einigen Monaten. dpa

Spanien steckt nicht mehr so sehr in der Klemme wie noch vor einigen Monaten.

MadridFür das krisengeplagte Spanien gibt es nach einem Lob der Ratingagentur Moody's weitere Lichtblicke. Die Regierung in Madrid konnte sich am Donnerstag mit zwei Anleihen insgesamt 3,5 Milliarden Euro leihen. Die Nachfrage der Investoren war höher als bei den letzten Auktionen im November. Zudem gab es Lob vom Internationalen Währungsfonds. Die spanischen Banken seien dank stärkerer Kapitalpolster und des Umbaus der Branche stabil und gesund, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde bei einem Besuch in Seoul.

Spanien leidet noch immer unter einer Immobilienblase, die im Zuge der Finanzkrise platzte. Das Land, das sich im Gegenzug für Hilfen für seine Bankenbranche Reformen unterwerfen musste, kämpft mit einer Arbeitslosenquote von etwa 26 Prozent. Die Regierung bekam von seinen internationalen Partnern im Sommer 2012 einen Kreditrahmen bis zu 100 Milliarden Euro eingeräumt, wovon 41 Milliarden Euro in Anspruch genommen wurden.

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Spanien kann durchatmen, die harten Reformen tragen Früchte – so sehen es zumindest die Ratingagenturen. Nach Standard & Poor's hebt nun auch Moody's den Ausblick für das Rating des Landes auf „stabil“.

Moody's hatte sich am Mittwochabend positiv über Wirtschaft und Staatsfinanzen Spaniens geäußert. Die Ratingagentur hob deswegen den Ausblick für ihre Bonitätsnote auf "stabil" von "negativ" an. Ähnlich hatte sich in der vergangenen Woche die Agentur S&P geäußert und hob dabei die Reformen hervor.

Die Rendite für zehnjährige spanische Staatsanleihen , die als Gradmesser gelten, sind von über 7,5 Prozent im Sommer 2012 auf gut vier Prozent gesunken. Dazu trug auch das Versprechen der Europäischen Zentralbank bei, im Notfall unbegrenzt Schuldpapiere der Krisenstaaten zu kaufen.

Die beiden am Donnerstag auf den Markt gebrachten Papiere mit einer Laufzeit bis 2017 und 2018 brachten der Staatskasse 3,52 Milliarden Euro. Eigentlich wollte sich das Finanzministerium nur 2,5 bis 3,5 Milliarden Euro leihen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

05.12.2013, 16:48 Uhr

immer neue Schulden machen, und zack, wird man Belohnt dafür. Toll! das nennt sich rettung.

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