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12.06.2017

13:16 Uhr

Nach Manchester-Anschlag

Alle Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Alle festgenommen Personen, die im Zusammenhang mit dem Anschlag in Manchester stehen sollen, befinden sich nun wieder auf freiem Fuß. Denn die britischen Behörden konnten keinerlei Verbindungen nachweisen.

Insgesamt 20 Personen waren nach dem Anschlag in Manchester festgenommen worden - auch Personen aus der Hauptstadt des Vereinten Königreichs. AP

Polizei London

Insgesamt 20 Personen waren nach dem Anschlag in Manchester festgenommen worden - auch Personen aus der Hauptstadt des Vereinten Königreichs.

ManchesterDie britische Polizei hat alle Personen, die nach dem Anschlag in Manchester festgenommen worden waren, ohne Anklage wieder entlassen. „Jeder der 20 Festgenommenen wurde viele Male über seine Beziehung und Kontakte zu (dem Attentäter Salman) Abedi befragt“, sagte der zuständige Anti-Terror-Polizeichef Russ Jackson. Nach den Ermittlungen sei es wahrscheinlich, dass Abedi die Bombe, mit der er Ende Mai auf einem Pop-Konzert 22 Menschen tötete, allein gebaut habe. Unklar sei, ob andere Personen ihm geholfen hätten, Bauteile für die Bombe zu besorgen oder zu lagern, sagte Jackson.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Abedi die Bauteile in einem Kleinwagen gelagert und den Sprengkörper in seiner Wohnung südlich der Innenstadt von Manchester zusammengefügt hat. Das Verhör von Abedis Bruder Hashim, der in Libyen von den dortigen Behörden festgenommen worden war, stehe noch aus, hieß es weiter. Abedi hatte einen Monat in Libyen verbracht und war erst kurz vor dem Attentat nach Großbritannien zurückgekehrt.

Einem Bericht der BBC zufolge wurde am Sonntag zudem ein 19 Jahre alter Mann im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die London Bridge festgenommen. Er werde verdächtigt, Terrorakte beauftragt, vorbereitet oder dazu angestiftet zu haben, zitierte die BBC einen Polizeisprecher. Der 19-Jährige sei der siebte Verdächtige, der nach dem Anschlag derzeit in Polizeigewahrsam sei. Bei dem Anschlag am 3. Juni hatten drei Angreifer acht Menschen getötet.

Von

dpa

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