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09.11.2014

09:09 Uhr

Nach Massaker

Demonstranten greifen Mexikos Regierungspalast an

Der Mord an Dutzenden Studenten treibt die Mexikaner auf die Straße. Viele Menschen sind aufgebracht, sie trauen den Behörden nach den bislang schleppenden Ermittlungen nicht mehr.

Bandenmitglieder gestehen Massenmord

Video: Bandenmitglieder gestehen Massenmord

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ChilpancingoNach dem mutmaßlichen Mord an 43 Studenten im Südwesten Mexikos haben aufgebrachte Demonstranten versucht, den Nationalpalast in der Hauptstadt zu stürmen. Sie legten am späten Samstagabend (Ortszeit) Feuer an einer der Pforten des Gebäudes am zentralen Platz Zócalo in Mexiko-Stadt. Zuvor hatten sie vor dem Sitz der Generalstaatsanwaltschaft Aufklärung über das Schicksal der jungen Leute gefordert.

„Warum tötet ihr uns, wenn wir doch die Hoffnung von Lateinamerika sind“, skandierten die Studenten.“ Und: „Es war der Staat.“ Javier Bautista von der Universität Iberoamericana sagte: „Wir haben diese Regierung satt, diese Politik des Elends, die systematisch das Leben missachtet.“

Die Studenten waren Ende September in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero von Polizisten verschleppt und später Mitgliedern der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ übergeben worden. Mehrere Bandenmitglieder hätten gestanden, die jungen Leute getötet und verbrannt zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Auch in Guerreros Hauptstadt Chilpancingo griffen Demonstranten am Samstag das Regierungsgebäude an. Sie schleuderten Steine auf den Sitz der Provinzregierung und steckten mindestens sieben Autos in Brand. „Lebend habt ihr sie uns genommen, lebend wollen wir sie zurück“, sprühten sie an eine Wand.

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