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07.07.2012

17:11 Uhr

Nach Massenfestnahme

Studentenführer in Birma wieder frei

Nach Protesten gegen die Verhaftungswelle am Freitag sind alle Studentenführer wieder auf freiem Fuß. Sie waren einen Tag vor einer Kundgebung zur Erinnerung an die Proteste von 1962 verhaftet worden.

Wirft Birmas Regierung vor, „einen Schritt rückwärts zu machen“: Studentenführer Kyaw Ko Ko. dpa

Wirft Birmas Regierung vor, „einen Schritt rückwärts zu machen“: Studentenführer Kyaw Ko Ko.

RangunNach Protesten gegen die Festnahme von gut 20 Studentenführern haben die Behörden in Birma alle Aktivisten wieder freigelassen. Die studentischen Anführer seien vor etwa einer Stunde freigekommen, teilte ein Regierungsvertreter am Samstagabend (Ortszeit) mit.
Die Demonstranten waren am Freitag festgenommen worden, einen Tag vor einer geplanten Kundgebung in Rangun zur Erinnerung an die Niederschlagung eines Studentenprotests am 7. Juli 1962 gegen die Militärherrschaft von General Ne Win. Schätzungen zufolge kamen damals Dutzende Studenten ums Leben. Es war die größte Verhaftungswelle in Birma seit der Auflösung der Militärjunta im März 2011.

Mehr als 300 Demonstranten hatten die Freilassung der festgenommenen gut 20 Studenten gefordert. „Wir werfen der Regierung vor, einen Schritt rückwärts zu machen“, sagte Studentenführer Kyaw Ko Ko in der ehemaligen Hauptstadt Rangun.

Nach dem Ende der jahrzehntelangen Herrschaft der Militärjunta wird das südostasiatische Land inzwischen von einer formal zivilen Regierung unter Ex-General Thein Sein geführt, die erste Schritte zu einer Öffnung des Landes eingeleitet hat. Unter anderem ermöglichte der neue Präsident Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi eine Rückkehr in die Politik.

Von

afp

Kommentare (1)

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JosephBreitenbach

09.07.2012, 01:34 Uhr

Guten Morgen, liebe Schlafmützen, das land, das ihr "Birma" nennt, heißt schon lange "Myanmar" und hat das internationale Automobilkennzeichen "MYA". Habt ihr das nicht gelernt in der Hauptschule?

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