Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.05.2012

22:24 Uhr

Nach Medienbericht

IWF dementiert Arbeit an Kredit für Spanien

Einem Medienbericht zufolge hat der Internationale Währungsfonds darüber diskutiert, Spanien einen Rettungskredit zur Verfügung zu stellen. IWF-Chefin Lagarde dementierte, dass daran gearbeitet werde.

Ein Demonstrant in Barcelona ruft Autofahrer dazu auf, vor einer der kriselnden Banken des Landes zu hupen. dapd

Ein Demonstrant in Barcelona ruft Autofahrer dazu auf, vor einer der kriselnden Banken des Landes zu hupen.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) erwägt einem Medienbericht zufolge, einen Rettungskredit für das krisengeschüttelte Spanien aufzulegen. Der Fonds habe entsprechende Notfallpläne für den Fall diskutiert, dass Spanien eine seiner größten Banken nicht mehr alleine retten könne, berichtete die Nachrichtenagentur „Dow Jones“ am Donnerstag. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte nach einem Treffen mit dem spanischen Vizepräsidenten Soraya Sáenz de Santamaría, dass es keinen solchen Plan gebe: „Wir haben keinerlei Anfrage dahingehend erhalten und wir arbeiten nicht an einer finanziellen Unterstützung.“

Aus dem spanischen Wirtschaftsministerium hatte es geheißen, die Regierung in Madrid sei sich keiner Schritte des IWF in Bezug auf die Wirtschaft bewusst. Als Reaktion auf den Medienbericht grenzten die New Yorker Börsen ihre Verluste spürbar ein.

Zuvor hatte der IWF erklärt, Spanien habe trotz seiner eskalierenden Bankenprobleme keine Finanzhilfen angefragt. Der IWF arbeite weder an Plänen für eine Unterstützung noch habe Spanien diese beantragt, teilte ein Sprecher mit. Spanien steht vor allem wegen massiver Bankenprobleme im Fokus der Schuldenkrise. An den Finanzmärkten gibt es Befürchtungen, das Land könnte sich ohne internationale Hilfen nicht mehr lange alleine finanzieren. Die Regierung in Madrid hat wiederholt erklärt, sie wolle sie Krise ohne Unterstützung von Außen bewältigen.

Kommentare (16)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rainer_J

31.05.2012, 20:34 Uhr

Ich dachte immer für IWF-Kredite werden in Afrika Brunnen gebaut. Toll, was die EUdSSR nach 10 Jahre Fehlkonstruktion Euro aus Europa gemacht hat. Ein Armenhaus! In der EUdSSR wird Faulheit belohnt und Fleiß bestraft. Dazu kommen Strohfeueraufschwünge durch Schulden finanziert. Die Schuld trägt die EUdSSR! Die Folgen sehen wir jetzt.

Pequod

31.05.2012, 20:51 Uhr

Was soll da noch unterstützt werden?
Alle Kriterien einer Insolvenz sind erfüllt und zum
großen Bedauern sind auch keine Perspektiven von ei-
nem wirtschaftlichen Aufschwung zu sehen.
So hat man aus der Entwicklung Griechenlands nichts
gelernt und pfuscht in gleicher Weise weiter, bis sich
die gesamte ''EU'', in einer falsch verstandenen Soli-
darität, vom regulären Kapitalmarkt verabschieden darf.
Nur Phantasten können jetzt noch glauben, daß irgend-
welche ''Schwellenländer'' diesen EU-Bankrotteuren zu
Hilfe eilen werden, wo von vornherein klar ist, daß
ihre Gelder verloren sind!!

Rainer_J

31.05.2012, 21:11 Uhr

Sehe ich auch so. Auf das Privatleben übertragen ist Südeuropa eine Person, die durch Schulden zehn Jahre lang den dicken Max mukiert hat. Großes Auto, teueres Partyleben, viele Urlaube usw. usw. Dann kommt irgendwann das böse erwachen. Jetzt wird nach Solidarität gerufen und beim deutschen Nachbarn sturmgeklingelt bis es Eurobonds und unbegrenzte Hilfszahlungen gibt. Im Privatleben gilt: Den Nachbarn helfen und beraten sicher, aber nicht bis zum eigenen Bankrott! Und so muss sich Deutschland aufstellen oder es verrät die eigenen Bürger. Eigenverantwortung der Länder muss wieder hergestellt werden. Erster Schritt in diese Richtung ist, die Fehlkonstruktion Euro abzuschaffen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×