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24.01.2009

10:58 Uhr

Nach Militärangaben

US-Militär tötet 15 Aufständische

Nach Angaben der US-Streifkräfte haben US-geführte Truppen 15 Aufständische in der ostafghanischen Provinz Laghman getötet, darunter auch eine Frau. Der nächtliche Einsatz habe sich gegen einen Kommandeur der radikal-islamischen Taliban gerichtet, teilte das US-Militär am Samstag mit.

HB KABUL. Bislang lägen keine Berichte über zivile Opfer vor. Nach Angaben eines Provinzvertreters und eines Stammesältesten sollen bei dem Einsatz in dem gut 60 Kilometer von der Hauptstadt Kabul gelegenen Distrikt Mehtar Lam bis zu 22 Zivilisten ums Leben gekommen sein. In der Provinzhauptstadt versammelten sich rund 100 Menschen, um gegen die mutmaßliche Tötung der Zivilisten zu protestieren.

Bei einem weiteren Zwischenfall im Süden des Landes wurde nach Angaben der Nato-geführten Truppen ein Zivilist erschossen. Ein Soldat sei irrtümlicherweise davon ausgegangen, dass der Mann in der Nähe eines Stützpunktes im Distrikt Gereschk in der Provinz Helmand einen Sprengsatz vergraben wollte.

In der afghanischen Öffentlichkeit ist massive Kritik an den ausländischen Truppen laut geworden, die bei ihren Einsätzen nach weit verbreiteter Ansicht nicht genug zum Schutz von Zivilisten unternehmen. Dies treibt zunehmend einen Keil zwischen Präsident Hamid Karsai und seine westlichen Unterstützer. Im vergangenen Jahr wurden in Afghanistan Hilfsorganisationen zufolge rund 2000 Zivilisten getötet.

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